Donnerstag, 03.05.2012 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © bill_17 - Fotolia.com

Fassadenbegrünung: Wohnen wie Dornröschen

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Worum geht´s
  • Die richtigen Pflanzen für die Fassade
  • Voraussetzung für die Fassadenbegrünung

Wilder Wein, Efeu oder Trompetenwinden – eine grüne, bewachsene Fassade bringt einen märchenhaften Eindruck mit sich. Doch Kletterpflanzen können auch Schäden verursachen. Tipps rund um die Fassadenbegrünung.

Eine Hausfassade, an der sich grüne oder blühende Ranken emporwinden, ist nicht nur ein echter Hingucker – die Pflanzen steigern auch die Luftqualität in ihrer Umgebung. Doch wer seine Hausfassade mit Kletterpflanzen schmücken will, muss sich erst einmal darüber klar werden, welche Pflanzenart sich für die vorgesehene Fassade eignet. Tipps dazu gibt das Immobilienportal Immonet in einer aktuellen Pressemitteilung.

Die richtigen Pflanzen für die Fassadenbegrünung

Während einige Pflanzen aus eigener Kraft die Hauswand erklimmen, benötigen andere Pflanzen eine Kletterhilfe. Selbstklimmer besitzen Haftwurzeln oder Haftscheiben an ihren Ranken, mit denen sie sich an der Hausfassade festhalten. Gerüstkletterpflanzen hingegen haben diese Haftorgane nicht. Sie sind auf eine Stütze angewiesen, um die sie sich winden können. In der Regel werden Kletterhilfen aus Holz, Kunststoff oder Metall verwendet, die den Sprossen der Kletterpflanzen als Halt dienen.

Kletterhilfe für Fassadenbegrünung

Die Art der Kletterhilfe und Stärke der Dübel, mit denen sie an der Hauswand angebracht werden soll, müssen so gewählt sein, dass sie das Gewicht der Kletterpflanze langfristig tragen können. Der Abstand zwischen Kletterhilfe und Wand beträgt - je nach Größe und Raumbedürfnis der Pflanze - zwischen drei und 20 Zentimetern. Der Abstand sollte die drei Zentimeter auf gar keinen Fall unterschreiten, damit die Fassade gut mit Luft versorgt wird und Feuchtigkeit verdunsten kann. Staut sich die Feuchtigkeit und dringt in das Mauerwerk ein, kann das ebenso Schäden verursachen, wie Kletterpflanzen, die Dach, Wasserrinne und Rollladenkästen einnehmen. Aus diesem Grund müssen Kletterpflanzen regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Voraussetzung für die Fassadenbegrünung

Damit auch die Hausfassade nicht durch selbstklimmende Kletterpflanzen beschädigt wird, muss diese einige grundlegende Eigenschaften haben. So darf sie weder Risse noch aufgesprungene Fugen aufweisen, in welche die Pflanzentriebe eindringen können. Außerdem eignen sich verputzte Hausfassaden nicht für alle Kletterpflanzen: Die Selbstklimmer heften sich mit viel Kraft an die Wand und hinterlassen im weichen Putz tiefe Spuren, die sich nur mit viel Aufwand beheben lassen. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Putz das Gewicht der Pflanze nicht halten kann und sich ablöst. Gerüstkletterpflanzen, die sich an korrekt angebrachten Kletterhilfen hochziehen, stellen im Gegensatz zu selbstklimmenden Pflanzen keine Gefahr für die Fassade dar.

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Efeu, wilder Wein oder Kletterrosen: Eine begrünte Fassade sorgt für ein angenehmes Klima in und am Haus.  Als wäre das nicht schon genug, fördern die Kommunen dieses "vertikale Wachstum" sogar mit einer kleinen Finanzspritze.
News: Bewachsene Fassaden sehen nicht nur schön aus, als natürliche Isolierung im Sommer wie im Winter bessern sie auch die Energiebilanz des Hauses auf.

 meineimmobilie.de-Tipp

Bevor Sie Ihre Fassade begrünen, sollten Sie sich eingehend informieren. Informationen und Tipps für eine gelungene und dauerhafte Fassadenbepflanzung erhalten Sie bei der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB).