Montag, 06.06.2016 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © gina191 - Fotolia.com

Der Traum vom Gartenhaus: Meist nur mit Genehmigung möglich

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Worum geht´s
  • Wann Sie eine Baugenehmigung fürs Gartenhaus brauchen. 
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Ein Grillfest in der Gartenlaube. Für viele Gartenbesitzer ein Traum, den sie sich gern verwirklichen wollen. Bevor Sie allerdings zu schnell in den Baumarkt oder zum Architekten laufen, sollten Sie erst einmal bei Ihrem örtlichen Bauamt anrufen. 

Ob vom Architekten individuell gebaut oder fertig gekauft: Das Gartenhaus im Garten ist in der Regel nämlich genehmigungspflichtig. Immobilieneigentümer sollten sich schon vor der Anschaffung bei der Baubehörde erkundigen, ob sie eine Genehmigung benötigen und wie die Chancen stehen, diese auch zu bekommen.  

Gartenhaus: Wann Sie eine Baugenehmigung brauchen

Sommerzeit ist Gartenzeit: Beete umgraben, Rasen mähen und die Terrasse reinigen. Die ganzen Arbeitsgeräte müssen natürlich auch irgendwo verstaut werden und was bietet sich dafür besser an als eine Gartenlaube.

Doch hier ist Vorsicht geboten: Für ein Gartenhaus benötigen Sie meist eine Baugenehmigung, warnt die BHW-Bausparkasse in einer aktuellen Pressemitteilung.

Genehmigung fürs Gartenhaus: Je nach Bundesland unterschiedlich

Damit das öffentliche Baurecht den Traum vom Gartenhaus nicht gleich wieder zerstört, sollten Sie sich frühzeitig bei der Baubehörde erkundigen, ob Sie dafür eine Baugenehmigung benötigen. So lassen sich Unsicherheiten und Streit mit den Nachbarn von vornherein ausräumen.

"Je nach Grundstücksbeschaffenheit und Größe des Gartenhauses gilt unterschiedliches Recht", sagt Tim Rehkopf von der BHW Bausparkasse.

Gartenhaus: Es kommt auf die Größe und das Bundesland an

So sind beispielsweise in Bayern und Brandenburg Bauten bis zu einem Volumen von 75 Kubikmetern umbauten Raumes genehmigungsfrei. In Berlin sind zehn, in Niedersachsen 30 Raummeter als Obergrenze festgelegt.

Sobald Ihr Gartenhaus – je nach Bundesland – die Größe von 10 Quadratmetern beziehungsweise 30, 40 oder 75 Raummetern übersteigt, sollten Sie am besten gleich beim Verkäufer bzw. Planer nach den Bauantragsunterlagen fragen. Nehmen Sie den Prospekt bzw. Bauplan und marschieren Sie damit am besten direkt zur Baubehörde. 

"Eingeschränkt werden diese Bestimmungen in den Bauordnungen zumeist noch dadurch, dass nur Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten genehmigungsfrei sind", so Rehkopf. Bei größeren Projekten sollte man sich also von vornherein einen Bau-Experten an die Seite holen. 

Wer den Bauantrag stellen muss

Ohnehin dürfen in den meisten Bundesländern nur qualifizierte Personen Bauanträge unterschreiben, verbunden mit einer offiziellen Bauvorlageberechtigung. 

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Kann es wahr sein? Manche Kommunen erheben sogar auf Gartenhäuschen Zweitwohnungsteuer. Ganz schön dreist. Da stellt sich die Frage, ob sie das überhaupt dürfen. Dazu hat sich aktuell das Oberverwaltungsgericht Greifswald geäußert. 
Haben auch Sie Post vom „Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio“ (vormals Gebühreneinzugszentrale GEZ) bekommen? In der Sie aufgefordert werden, für Ihre Gartenlaube den Rundfunkbeitrag zu entrichten? Dann werfen Sie das Schreiben einfach weg. Denn zahlen müssen Sie in der Regel nicht, meldet aktuell die Verbraucherzentrale Niedersachsen.
"Hach, ist der nicht niedlich?" Beim Thema "Gartenzwerge" scheiden sich die Geister. Für die einen gehören sie fast schon als Kultobjekt zum typisch deutschen Vorgarten so dazu, wie die behäkelte WC-Rolle auf der Heckablage im Auto.   Die anderen finden Gartenzwerge einfach nur schrecklich - hilft aber nichts: Stellt Ihr Nachbar einen oder gleich mehrere Gartenzwerge in seinen Garten, hilft nur eines: Augen zu und durch! Als Grundstückseigentümer können Sie gegen den Gartenzwerg im Nachbargarten grundsätzlich nichts unternehmen.

 meineimmobilie.de-Tipp

Auch wenn die Baubehörde den Bau des Gartenhauses genehmigt hat, ist es ratsam, die Nachbarn in das Vorhaben einzubeziehen, denn nichts ist ärgerlicher als ein Nachbarschaftsstreit.

 

Haben diese Bedenken bezüglich der Größe oder weil das Gartenhaus zu nah an der Grundstücksgrenze steht, ist ein Kompromiss immer einer Rechtsstreitigkeit vorzuziehen.