Mittwoch, 27.05.2009 | Autor: heihec

Bäder mit Mosaik gestalten

News: Mosaiksteine in verschiedene Formen und Farben sind ein absoluter Hingucker im Bad. Mit ihnen lassen sich Teilbereiche besonders hervorheben und gestalterisch abgrenzen. Tipps rund um das Material und die Verlegungstechnik.

Mosaikfliesen gibt es in verschiedenen Farben, Formen und Materialien. Je nach Material müssen die Fliesen mit unterschiedlichen Klebern und einer andern Technik verlegt werden. Die DIY Academy hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Vorarbeiten für das Mosaikbad

Wie auch bei herkömmlichen Fliesen muss vor dem Verlegen der Mosaikelemente der Untergrund vorbereitet werden. Ideal wäre eine möglichst glatte, ebene und saubere Fläche. Hierfür sind oft Vorarbeiten notwendig. Eine Verkleidung aus Gipskartonplatten beispielsweise sollte mit Tiefengrund gestrichen werden. Diese saugenden Bauelemente würden dem Fliesenkleber ohne Grundierung Feuchtigkeit entziehen.

Auch beim Kleben von Fliese auf Fliese ist ein vorheriger Haftanstrich unverzichtbar. Um die Wände an Dusche, Wanne und Waschbecken vor Nässe und Schimmel zu schützen, müssen sie zusätzlich mit einer Verbundabdichtung gestrichen werden. Für Eck- und Anschlussfugen in diesen Bereichen empfehlen sich spezielle Dichtungsbänder, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern.

Mosaikfliesen kleben

Die Wahl des Fliesenklebers richtet sich nach dem Material der Mosaikfliesen. Diese können beispielsweise aus Naturstein, Metall, Keramik oder Glas bestehen. Durchscheinende Glas- oder Natursteinfliesen sollten mit weißem Marmor- und Granitkleber befestigt werden. Keramikfliesen mit glasierter Oberfläche können mit einem herkömmlichen flexiblen Fliesenkleber verarbeitet werden. Der Fliesenkleber wird nach Herstellerangaben angerührt, mit einer Glättkelle gleichmäßig auf die Wand auftragen und mit einem Zahnspachtel durchgekämmt. Die Größe der Zahnung richtet sich nach der Größe des Fliesenelements.

Wichtig ist, den Kleber nur auf einen bestimmten Teilabschnitt aufzutragen, der vor dem Ende der Einlegezeit mit Fliesen bestückt werden kann. Andernfalls bildet der Kleber eine Haut und es können keine Fliesen mehr eingelegt werden. Das Mosaiknetz wird leicht in das Kleberbett gedrückt und mit einem Fugenbrett nochmals gleichmäßig angedrückt. Dieses nun nicht mehr verschieben.

 

Feine Körnung vermeidet Kratzer beim Mosaik

Wenn alle Mosaikelemente angebracht sind und der Fliesenkleber komplett durchgetrocknet ist, den Fugenmörtel nach Herstellerangaben anrühren und mit einem Fugenbrett in diagonalen Bewegungen kreuz und quer in die Fugen einschlämmen. Bei nicht ausreichender Füllung der Fugen den Vorgang nach etwa zehn bis 20 Minuten wiederholen. Den Fugenmörtel sauber abziehen, damit kein überschüssiges Material auf der Oberfläche bleibt.

Bei der Verarbeitung von Glas-, Metall- und Natursteinmosaik empfiehlt sich ein feinkörniger, für Marmor und Granit geeigneter flexibler Fugenmörtel. Er verhindert Verfärbungen und Kratzer an der Oberfläche. Sobald der Mörtel matt antrocknet, Fliesenelemente mit einem feuchten Schwamm oder Schwammbrett reinigen. Zum Schluss können Eck-, Anschluss- oder Dehnungsfugen mit flexiblem Sanitärsilikon oder mit einem für Marmor und Granit geeigneten neutral vernetzenden Silikon abgedichtet werden.

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