Montag, 10.06.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Sanierung von Hochwasserschäden

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Schimmel als Folge von Hochwasser
  • Hochwasserschäden vom Fachmann sanieren lassen
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Während in einigen Teilen Deutschlands das Hochwasser zurückgeht, kämpfen noch Andere mit den Fluten. Doch wenn sich die Lange dann endlich überall entspannt, fangen die Aufräumarbeiten an. Hochwasserschäden an Immobilien sollten Eigentümer von Fachfirmen sanieren lassen.

Nasse Keller auspumpen und trockenlegen: Mit dem Rückgang des Hochwassers stehen für viele Immobilieneigentümer die Aufräumarbeiten an. Doch mit der Entfernung von nassen Teppichen und dem Trockenwischen der Fliesen sind diese Arbeiten nicht getan. Denn auch das Wasser aus dem Estrich muss entfernt werden, sonst droht Schimmel. Darauf weist der Verband Privater Bauherrn in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Schimmel: Folgeschäden von Hochwasser

"Je länger das Wasser im Haus steht, umso eher müssen Hausbesitzer mit Folgeschäden rechnen, speziell mit Schimmel,“ erklärt Thomas Penningh, Präsident des Verbands Privater Bauherren (VPB) angesichts der Hochwasserschäden bundesweit. Besonders gefährdet sind nach Erfahrung des Bausachverständigen Häuser mit wärmegedämmten, also bewohnten Kellern. "Während ein einfacher Verbundestrichboden nach einem Wassereinbruch wieder gut trocknet, bleibt das Wasser beim wärmegedämmten Keller in der Regel zwischen Bodenplatte und Wärme- beziehungsweise Trittschalldämmung stehen. Spätestens nach zwei Wochen haben Sie ein Schimmelproblem in diesem Raum", warnt Bausachverständiger Penningh.

Vermeiden ließe sich der Schimmel nur, wenn das Wasser möglichst schnell wieder aus dem Keller entfernt wird, und zwar weitgehend rückstandslos. Dazu muss der Estrich an verschiedenen Stellen aufgebohrt und heiße Luft eingeführt werden. Über die Anschlussfugen ringsum wird dann die feuchte Luft aus dem Boden geblasen und anschließend der Luft die Feuchtigkeit mit Kondensattrocknern entzogen. Zur effektiven Trocknung sollten dazu die Räume geschlossen werden, sonst ist das Luftvolumen, das entfeuchtet werden muss, unnötig groß und die Schimmelpilzporen verbreiten sich auch in anderen Räumen.

Schimmelsanierung nach Hochwasser

"Schimmelsanierung", so warnt Bausachverständiger Penningh, "ist keine Sache für den Heimwerker, ebenso wenig wie das Trocknen der nassen Räume." In beiden Fällen sollten sich Hausbesitzer zunächst vom Bausachverständigen beraten lassen. Er prüft Art und Ausmaß des Wasserschadens und rät zur angemessen Trocknungs- oder Sanierungsmethode. Der Rest ist Sache von Spezialfirmen.  "Ganz wichtig ist bei allen Sanierungsmaßnahmen dieser Art übrigens die spätere Kontrolle", erinnert Thomas Penningh. "Einige Wochen nach der Sanierung sollte die Raumluft kontrolliert werden, um zu prüfen, ob die Sanierung auch wirklich gelungen ist, oder ob doch noch irgendwo der Schimmel in einer feuchten Ecke nistet." Einen Trost hat Bausachverständiger Penningh für die Betroffenen: Die meisten Hochwasser- und Nässeschäden am Haus lassen sich reparieren.
 

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 meineimmobilie.de-Tipp

Ist Ihr Keller vollgelaufen, sollten Sie so schnell wie möglich damit beginnen, das Wasser abzupumpen, damit keine weiteren Schäden an Ihrer Immobilie entstehen.
Dokumentieren Sie die Schäden und werfen Sie einen Blick in Ihre Versicherungsunterlagen: Ihre Hausrat- und der Gebäudeversicherung sollte idealerweise ein verbundenen Elementarschadenversicherung enthalten. Nur dann sind auch Schäden den beweglichen Gegenständen und am Haus versichert.