Mittwoch, 14.12.2011 | Autor: heihec

Im Winter effizient heizen und lüften

Worum geht´s
  • Effizient heizen
  • Richtig lüften gegen Schimmel
  • Heiz- und Lüftungsverhalten der Mieter optimieren
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News: Schimmel, hoher Energieverbrauch und saftige Nachzahlungen: Das Heiz- und Lüftungsverhalten der Mieter lässt oft zu wünschen übrig. Tipps rund um das effiziente Heizen und Lüften, die Vermieter ihren Mietern ans Herz legen sollten.

Heizen und lüften die Mieter im Winter nicht anständig, droht in der Mietwohnung Schimmel. Die Beseitigung des Schimmels bringt dann hohe Kosten für den Vermieter mit sich. Denn welcher Mieter gibt schon freiwillig zu, dass er an der Schimmelbildung Schuld sei, und beseitigt den Schaden auf eigene Kosten? Tipps zum richtigen Heizen und Lüften gibt der TÜV Rheinland in seiner aktuellen Pressemitteilung.

Stoßlüften verhindert Schimmelbildung

Besonders das Lüften bereitet bei vielen Mietern Probleme, weiß Kai Zitzmann von TÜV Rheinland. "Je luftdichter ein Gebäude, desto wichtiger der regelmäßige Luftaustausch", sagt der Fachreferent für Energieeffizienz. Ansonsten kann Feuchtigkeit nicht entweichen, es kommt zur Kondensation an Wänden oder Wärmebrücken und schließlich bildet sich Schimmel. "Die kalte, trockene Frischluft, die beim Lüften in die Wohnung strömt, lässt sich schneller wieder erwärmen und nimmt dann viel mehr Feuchtigkeit auf als die verbrauchte Innenraumluft", sagt Kai Zitzmann.

Seine Empfehlung für den Winter: Regelmäßig, je nach Nutzung mindestens zwei Mal täglich etwa fünf Minuten stoßlüften, Fenster ganz öffnen und die Heizkörper solange herunterdrehen. Der Durchzug sorgt für einen kompletten Luftwechsel, verbessert das Raumklima und stoppt den Schimmel. Zusätzliches Lüften empfiehlt sich morgens im Schlafzimmer, nach dem Duschen im Bad oder beim Kochen in der Küche.

Auskühlung der Wände vermeiden

Als reine Energieverschwendung erweisen sich hingegen dauerhaft gekippte Fenster: "Die Luft kann nicht zirkulieren und man heizt buchstäblich zum Fenster raus", sagt der Experte von TÜV Rheinland. Laut Deutschem Mieterbund verursachen ständig gekippte Fenster Mehrkosten von bis zu 200 Euro pro Heizsaison. Außerdem kühlen die Wände zu stark aus, was die Schimmelbildung enorm begünstigt. "Ein Auskühlen der Wände sollte man im Winter generell vermeiden", so Kai Zitzmann. "Wer in Räumen wie Bad und Schlafzimmer die Heizung ganztägig ein bisschen laufen lässt, verbraucht unterm Strich deutlich weniger Energie als jemand, der Räume ständig auskühlen lässt und anschließend wieder aufheizt."

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 meineimmobilie.de-Tipp

Haben Sie Ihren Mieter nicht oder nicht richtig darüber aufgeklärt haben, wie er lüften muss, kann Ihnen das eine Mietminderung einbringen. Schicken Sie ihm einfach eine allgemeine Broschüre zum Lüften zu, reicht das nämlich nicht! So jedenfalls entschied das Landgericht Neubrandenburg (LG Neubrandenburg, Urteil v. 2.4.2002 - 1 S 297/01, WM 2002, S. 309).