Nebenkosten

Alle Nebenkosten, die für Ihr vermietetes Haus oder Ihre vermietete Wohnung anfallen, sind sofort abziehbare Werbungskosten.
Dazu gehören nicht nur die Betriebskosten, die Sie gemäß § 2 der Betriebskostenverordnung (bis zum 1.1.2004 noch in der Anlage 3 zu § 27 der Zweiten Berechnungsverordnung geregelt) auf die Mieter umlegen dürfen. Steuerlich geltend machen dürfen Sie vielmehr auch diejenigen Nebenkosten, die mietrechtlich gesehen nicht umlagefähig sind (z. B. die Kosten der Hausverwaltung).
Zu den typischen umlegbaren Betriebskosten zählen z. B. Grundsteuer, Hausmeisterkosten, Heizungskosten, Kanalgebühren, Müllabfuhrgebühren, Straßenreinigungsgebühren, Versicherungsbeiträge, Kosten der Warmwasserversorgung, Wasser- und Abwasserkosten.
Vermieten Sie eine Eigentumswohnung, zahlen Sie für fast alle der genannten Nebenkosten monatlich das Wohngeld (= Hausgeld) an den Hausverwalter. Statt der genannten Nebenkosten können Sie dieses Wohngeld (mit Ausnahme der Beiträge zur Instandhaltungsrücklage) als Werbungskosten abziehen.
Vergessen Sie aber nicht, auch Ihre Grundsteuer, die Sie getrennt von Ihrer Eigentümerabrechnung erhalten, in Ihrer Steuererklärung anzugeben!
Meist zahlt Ihr Mieter einen bestimmten Betrag für Betriebskosten voraus. Diesen Betrag müssen Sie als Einnahme versteuern.
Das bedeutet unter dem Strich: Setzen Sie die umlagefähigen Nebenkosten als Werbungskosten ab, bringt Ihnen das keinen Steuervorteil ein, denn auf der anderen Seite müssen Sie ja auch die Voraus- und Nachzahlung als Einnahme angeben!
Nur mit Nebenkosten, die Sie nicht als Betriebskosten auf den Mieter umlegen können, fahren Sie deshalb einen steuerlichen Verlust ein!


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