| Foto: © styleuneed - Fotolia.com

Küchengegenstände

Foto: © styleuneed - Fotolia.com

Sie haben Ihrem Mieter eine Wohnung mit Einbauküche vermietet. Jetzt nach 20 Jahren Mietzeit hätte er gern eine neue Küche. Sie sind grundsätzlich damit einverstanden - jedenfalls wenn Sie das Finanzamt an den Kosten beteiligen können. Ja, das geht - allerdings ist es aufgrund eines neueren Urteils ein wenig komplizierter als bisher. 

Bei einer Einbauküche gelten der Herd und die Spüle als Bestandteile des Gebäudes.

Das heißt: Werden sie erstmalig eingebaut, zählen die Anschaffungskosten zu den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten des Gebäudes.

Ersetzen Sie dagegen einen kaputten Herd und eine defekte Spüle gegen eine neue, gehören die Aufwendungen hierfür - ganz gleich wie teuer sie waren - zum sofort abziehbaren Erhaltungsaufwand (FG Schleswig-Holstein, Urteil v. 28.1.2015, 2 K 101/13, Revision beim BFH, IX R 14/15). 

Die übrigen einzelnen Küchenelemente und -schränke können Sie, wenn sie weniger als 410 Euro (ohne MwSt.) gekostet haben, ebenfalls sofort absetzen (BFH-Urteil v. 13.3.1990, BStBl. 1990 II, S. 514). 

Bauen Sie dagegen etwas ein, was es vorher noch nicht gab und überschreiten Sie die 410-Euro-Grenze, dürfen Sie die Einbaumöbel oder Elektrogeräte, die es vorher noch nicht gab, nur über die Nutzungsdauer von 10 Jahren abschreiben.

zurück zu: Kontokorrentkredit
weiter mit: Maklergebühren

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.

 meineimmobilie.de-Tipp

5