Erbbaurecht

Die vom Erbbauberechtigten gezahlten Erbbauzinsen sind im Jahr der Zahlung Werbungskosten (BMF-Schreiben v. 10.12. 1996, BStBl. 1996 I, S. 1440). Das gilt rückwirkend seit dem 1.1.2004 (§ 52 Abs. 30 EStG) allerdings nicht für in einem Einmalbetrag vorausgezahlte Erbbauzinsen.
Diese Einmalzahlung müssen Sie vielmehr auf den Nutzungszeitraum gleichmäßig verteilen (§ 11 Abs. 2 Satz 3 EStG).
Einmalige Aufwendungen für den Erwerb eines Erbbaurechts (Grunderwerbsteuer, Maklerprovision, Vermessungsgebühren, Notarkosten, Gerichtskosten) sind Anschaffungskosten des Erbbaurechts und können nur über die Laufzeit des Erbbaurechts verteilt abgeschrieben werden (BFH-Urteil v. 4.6.1991, BStBl. 1992 II, S. 70).
Müssen Sie als Erbbauberechtigter Erschließungskosten zahlen, gehören die ebenfalls zu den Anschaffungskosten des Erbbaurechts. Das gilt jedenfalls, wenn der Erbbaurechtsvertrag bzw. der auf Übertragung des Erbbaurechts gerichtete Vertrag nach dem 31.12.1991 abgeschlossen wurde.

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