Einbaumöbel

Stichworte zu diesem Thema

Kaufen Sie für Ihre Mietwohnung eine neue Einbauküche oder lassen Sie einen Einbauschrank einbauen, müssen Sie unterscheiden: Die Anschaffungskosten dafür zählen nur ausnahmsweise zu den Herstellungskosten, wenn alle Wände des Einbauschranks bis auf die Front vom Mauerwerk gebildet werden. Der Schrank wird dann zu einem wesentlichen Bestandteil des Gebäudes und die Kosten zu den Herstellungskosten (siehe unter Herstellungsaufwand).
Als Faustregel gilt: Zu den wesentlichen Bestandteilen gehören Gegenstände und Einbauteile, die Sie nicht ohne Weiteres wieder vom Gebäude trennen können, ohne es dabei zu zerstören oder wesentlich zu verändern. Alle übrigen Einbaumöbel werden steuerlich wie normale Einrichtungsgegenstände behandelt.
Möbel und Teppiche zählen steuerlich als selbstständige Wirtschaftsgüter. Die Anschaffungskosten für solche serienmäßig hergestellten Elektrogeräte oder Möbelstücke, die Sie in beliebiger Weise wieder andernorts einbauen könnten, stellen also sofort abzugsfähige Werbungskosten dar. Doch auch hier setzt Ihnen das Finanzamt ein Preislimit: Der Gegenstand darf maximal 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) kosten!
Nur bis zu dieser Preisgrenze drückt das Finanzamt ein Auge zu und behandelt es als geringwertiges Wirtschaftsgut, das Sie steuerlich sofort in voller Höhe geltend machen dürfen (siehe auch unter dem Stichwort Geringwertiges Wirtschaftsgut).
Ist Ihr gutes Stück teurer, dürfen Sie es nur abschreiben. Haben Sie es nach dem 1.1.2001 gekauft, 13 Jahre lang. Haben Sie es davor gekauft, nur 10 Jahre lang.

zurück zu: Eigenleistungen
weiter mit: Erbauseinandersetzung/vorweggenommene Erbfolge

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.