Bausparvertrag

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Werbungskostenlexikon: Der Bausparvertrag ist eine beliebte Darlehensform beim Erwerb, Bau oder Modernisierung eines Hauses.

Unter bestimmten Voraussetzungen können verschiedene Gebühren als Werbungskosten bei der Steuererklärung angesetzt werden.

Die Abschluss- oder Bearbeitungsgebühr für einen Bausparvertrag gehört dann zu den Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung, wenn Sie das Baudarlehen später für eine vermietete Immobilie verwenden wollen (BFH-Urteil v. 8.2.1983, BStBl. 1983 II, S. 355).

Tragen Sie die Gebühr als Werbungskosten in der Anlage V ein, machen Sie dem Finanzamt gegenüber deutlich, dass Sie den Bausparvertrag nur deshalb abgeschlossen haben, um ein Bauspardarlehen für eine vermietete Immobilie zu erhalten.

Geben Sie zusätzlich den geplanten Verwendungszweck (also Bau oder Kauf, Ausbau, Umschuldung oder Renovierung eines vermieteten Hauses/einer vermieteten Eigentumswohnung) an. Wer noch keine Immobilie besitzt, die vermietet ist oder vermietet werden soll, muss zusätzlich seine Bau- oder Kaufabsicht nachweisen.

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 meineimmobilie.de-Tipp

Wer die Abschlussgebühr für den Bausparvertrag als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzen will, muss später die für die angesparten Bausparbeiträge erhaltenen Guthabenzinsen als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung versteuern.

Sie dürfen dafür leider nicht den Sparer-Freibetrag nutzen, weil der nur für Einnahmen aus Kapitalvermögen reserviert ist.