Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung wird möglicherweise fällig, wenn ein Kreditnehmer ein Annuitätendarlehen vor Ablauf der Kreditlaufzeit kündigt, etwa weil er die beliehene Immobilie weiterverkauft. Mit ihr wird ein möglicher Zinsverlust der Bank beglichen.
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Müssen Sie wegen einem Kredit für Ihr Haus unbedingt zur Bank gehen? "Nicht unbedingt", sagt sich so mancher Bauherr oder Käufer.   Wer beispielsweise vermögende Verwandte oder Freunde hat, für den ist ein Privatdarlehen oftmals die attraktivere Möglichkeit, an Geld zu kommen. Allerdings lauern bei einem privaten Kredit einige steuerliche Fallstricke, die es zu umgehen gilt.

Wer für seinen Kreditvertrag noch viel zu hohe Zinsen zahlt, würde ihn lieber heute als morgen kündigen. Allerdings gibt es da leider mindestens zwei Gründe, die Sie daran hindern könnten. Der eine heißt Kündigungsrecht, der andere Vorfälligkeitsentschädigung.  Wie die Ihren Traum vom günstigeren Zins und höherer Tilgung zerplatzen lassen, lesen Sie hier.

Bankkredit ade! Viele Häuslebauer oder Wohnungskäufer finanzieren ihre Immobilie mit einem Kredit vom Ehepartner, den Eltern oder Geschwistern. Für diese "Privatsache" interessiert sich auch das Finanzamt. Der Darlehensgeber muss die Soll-Zinsen beim Finanzamt als Einkünfte versteuern. Fragt sich nur, mit welchem Steuersatz. Diese Frage hat jetzt der Bundesfinanzhof geklärt.

Wer ein Haus verkauft und den zugehörigen Immobilienkredit vorzeitig ablöst, muss blechen. Die Bank darf dafür eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Also den Ersatz für die Zinsen, die ihr entgehen. Das können Zehntausende von Euro sein. Aber ist diese Entschädigung auch steuerlich absetzbar? Dazu hat sich kürzlich das Finanzgericht Düsseldorf geäußert.

Sie planen gerade eine Immobilienfinanzierung? Die Zinsen sind niedrig – aber bleiben sie es auch? Sie müssen schon ein Guru sein, wenn Sie solche Fragen aus dem Stehgreif beantworten können.  Allerdings gibt es auch ein paar greifbare Anhaltspunkte, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen können.

Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, braucht meist einen Kredit - und schon stehen Sie vor einer großen Entscheidung, denn Sie müssen zwischen unterschiedlichen Finanzierungsformen auswählen.  Als Kreditnehmer sollten Sie vor dem Unterzeichnen Ihres Kreditvertrags wissen, worauf Sie sich einlassen, denn zum einen geht es um viel Geld, zum anderen um eine jahrelange Verpflichtung.

Die wenigsten können Ihre Immobilie mal eben so aus der Portokasse finanzieren. Viel üblicher ist das Annuitätendarlehen – im Volksmund auch Hypothekendarlehen genannt. Das gilt als Standardform der Immobilienfinanzierung.  Es ermöglicht eine Finanzierung zu Marktzinsen. Allerdings hat man da die Qual der Wahl unter allen Darlehensanbietern.

Endlich schuldenfrei! Davon träumt so mancher Immobilienbesitzer. Umso schöner, wenn man das Ziel in greifbarer Nähe hat, weil eine größere Menge Geld ins Haus steht und damit der Kredit abgelöst werden kann. Eigentlich.    Allerdings: Wer derzeit früher als geplant aus dem Immobilienkredit aussteigen will, muss das derzeit teuer bezahlen. Für das vorzeitige Rückzahlen des Kredits verlangen die Banken zurzeit Rekordsummen. Oft sind das 20 Prozent der Restschuld und mehr.  

Seit März 2016 gilt das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Das hört sich schon schlimm an. Und tatsächlich: Angeblich haben die Sparkassen deswegen im ersten Halbjahr 2016 bereits 8,9 % weniger Wohnungsbaukredite an Privatkunden vergeben als noch im Vorjahr – und das bei derzeit historisch niedrigen Zinsen.   Stellt sich die Frage: Wer hat heute noch Chancen auf ein Baudarlehen, eine Anschlussfinanzierung oder einen Kredit für die Renovierung und welche Voraussetzungen müssen Sie dafür erfüllen? 

Eigentümer, die ihren Immobilienkredit schneller als ursprünglich geplant zurückzahlen wollen, müssen dafür bei ihrer Bank in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung leisten.   Laut einer Analyse von Finanztest lohnt es sich, diese Forderung der Bank genau zu prüfen, denn oft wird dem Kunden zu viel berechnet. Das hat der Bundesgerichtshof erst kürzlich wieder in einem Urteil bestätigt.