Montag, 17.03.2008 | Autor: jansch, Foto: © lomingen - Fotolia.com

Wohnflächen-Abrechnung trotz Wasseruhr

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News: Wasseruhren nützen nichts: Auch dann dürfen nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs die Kosten für Abwasser und Wasser nach Wohnfläche auf die Mieter aufgeteilt werden.

Der Mieter kann nach diesem Urteil (Az. VIII ZR 188/07) nicht auf eine verbrauchsabhängige Abrechnung bestehen. Zumindest gilt dies, wenn eine Wohnung im Haus nicht mit einer Wasseruhr ausgestattet ist.

Ulrich Ropertz, Pressesprecher des Deutschen Mieterbundes (DMB), kommentiert in einer Pressemitteilung. "Sind alle Wohnungen im Haus mit Wasserzählern oder Wasseruhren ausgestattet, muss verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Ein Abrechnung nach Wohnfläche oder Personenzahl ist unzulässig. Das hat der Bundesgerichtshof jetzt noch einmal bestätigt."

Eine Wohnung ohne Wasseruhr führt zu Wohnflächenabrechnung

Problematisch sind die Fälle, in denen nur eine Wohnung nicht mit einer Wasseruhr ausgestattet ist . Der Bundesgerichtshof lässt hier die Kostenverteilung nach Wohnfläche zu. Erst wenn die Kostenverteilung im Einzelfall zu starken Unbilligkeiten führt, haben Mieter Anspruch auf eine Änderung des Verteilerschlüssels.

Ulrich Ropertz: "Richtig wäre es, wenn der Vermieter auch die letzte Wohnung im Haus mit Wasserzählern ausrüstet. So lange dies nicht geschieht, könnte der Verbrauch dieser Wohnung geschätzt werden. Alle anderen Mieter im Haus bekämen dann die von ihnen geforderte verbrauchsabhängige Abrechnung."

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Legen Sie als Vermieter im Mietvertrag ausdrücklich fest, welchen Abrechnungsmaßstab Sie berücksichtigen. So kann es nicht zu Unstimmigkeiten mangels anderweitiger Vereinbarung sowie Nichtvorliegens eventueller Sonderregelungen kommen.