Donnerstag, 19.04.2012 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Trotz mildem Winter hohe Heizkosten

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Weniger Energieverbrauch trotzdem hohe Heizkosten
  • sinkende Heizkosten nicht zu erwarten
Stichworte zu diesem Thema

Der vergangene Winter fiel deutlich milder aus als die vorherigen Heizperioden. Dennoch zahlen Immobilieneigentümer diesen Winter mehr Heizkosten, da die Energiepreise stetig in die Höhe steigen.

Obwohl dieser Winter sehr mild ausfiel, müssen Immobilieneigentümer mit höheren Energiekosten rechnen als in den kalten Heizperioden der vorherigen Jahre. Darauf weist das Heizkosten-Vergleichsportal Verivox.de in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Milder Winter aber hohe Heizkosten

Dass die Härte des Winters nichts mit den tatsächlichen Heizkosten zu tun haben muss, zeigt das Beispiel Heizöl. Für einen Verbrauch von 17.860 Kilowattstunden in der Heizperiode 2009/2010 mussten durchschnittlich 1.034 Euro bezahlt werden. In der Zwischenzeit sind die Heizölpreise jedoch in ungeahnte Höhen geklettert. Für 16.250 Kilowattstunden der gegenwärtigen Heizperiode werden im Durchschnitt 1.449 Euro fällig – eine Preissteigerung von 40 Prozent bei einem Verbrauch, der 9 Prozent geringer ist.

Im Gasbereich fällt die Preisentwicklung weniger drastisch aus. In der gerade vergangenen Heizperiode wurden durchschnittliche Kosten von 1.045 Euro fällig, zwei Jahre zuvor waren es 1.066 Euro. Die Gaskosten sind im Vergleich zur Heizperiode 2009/2010 zwar zwischenzeitlich um rund 8 Prozent angestiegen, durch den geringeren Heizbedarf sind die Gesamtkosten jedoch tatsächlich leicht gesunken.

Sinkende Heizkosten nicht zu erwarten

„Für Verbraucher mit Ölheizungen wird der nächste Winter voraussichtlich nicht günstiger werden, denn die Preise für Rohöl bewegen sich derzeit weit über der 100-Dollar-Grenze“, sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. „Im Bereich Gas ist ebenfalls wieder mit steigenden Kosten zu rechnen. Daher empfehlen wir allen Verbrauchern, sich so früh wie möglich Festpreise für den nächsten Winter zu sichern.“

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