Dienstag, 30.11.2010 | Autor: heihe, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Strompreise steigen trotz fallender Einkaufspreise

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
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News: Die Strompreise für private Verbraucher steigen seit Jahren stetig an, obwohl gleichzeitig die Einkaufspreise für die Stromanbieter deutlich sinken. Zum Jahreswechsel haben bereits 413 Stromanbieter eine Preiserhöhung von durchschnittlich 7,1 Prozent angekündigt.

Die Strompreise für Verbraucher steigen trotz fallender Einkaufspreise für Stromanbieter. Das zeigt eine Analyse des Strompreis-Vergleichsportals Verivox. Bereits zum Jahreswechsel müssen zahlreiche Eigentümer mit einer erneuten Erhöhung der Preise rechnen.

Sinkende Einkaufspreise für die Stromanbieter

Die sinkenden Einkaufspreise der Stromanbieter zeigt der Erzeugerpreisindex Strom bei Abgabe an Weiterverteiler des Statistischen Bundesamtes deutlich. Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 ist dieser Erzeugerpreisindex von 163,8 auf 130,5 Punkte gesunken. Das bedeutet, dass die Einkaufspreise für die Stromanbieter in den vergangenen Jahren um rund 20 Prozent gefallen sind. Doch dieser Preisrutsch wurde nie auf den Verbraucher übertragen. Im Gegenteil: Die Strompreise steigen im gleichen Zeitraum um 8 Prozent an und werden durch die massenhafte Strompreiserhöhung zum Jahreswechsel erneut verstärkt.

Preiserhöhung sei ungerechtfertigt

Die Welle von Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel ist stark umstritten. Die Stromanbieter machen die gestiegenen Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien verantwortlich. Durch die Strompreiserhöhungen würden lediglich steuerliche Belastungen durchgereicht. Doch die Bundesnetzagentur kritisiert diese Aussage. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, bezeichnet die Erhöhungen als ungerechtfertigt. Die Stromanbieter würden den Anstieg der EEG-Umlage als Vorwand benutzen, um Strompreiserhöhungen durchzusetzen.

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