Donnerstag, 13.08.2009 | Autor: Heidi Schnurr

So sparen Sie im Sommer Geld beim Blumen gießen

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Im Garten lässt sich buchstäblich viel Geld vergraben - da kommt jeder Geldspar-Tipp gerade recht. Beispielsweise der mit dem Sprengwasserabzug: Wer seinen Garten mit Frischwasser aus der Wasserleitung bewässert, zahlt nicht nur für das Wasser, sondern auch für das Abwasser. Mit welchem einfachen Trick sich diese Kosten verringern lassen, verraten wir Ihnen hier.

Die einfachste Möglichkeit, wie Sie Wasser sparen können, ist diese: Fangen Sie Regenwasser zum Blumengießen auf Ihrem Grundstück auf. Dafür kann Ihnen niemand Abwassergebühren anrechnen.

Gießen Sie allerdings mit Frischwasser aus der Wasserleitung, zahlen Sie doppelt drauf: Zum einen für das Frischwasser, zum anderen für das Abwasser!

Wer Frischwasser zapft, muss auch Abwasser dafür zahlen

Die gesamte "gezapfte" Frischwassermenge wird nämlich auch beim Berechnen der Abwassergebühr zugrunde gelegt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie bei der Gemeinde beantragen, dass dieses Wasser vom Frischwasserverbrauch abgesetzt wird.

Das lohnt sich für Sie jedoch nur ab einem Grenzwert von derzeit rund 12 bis 20 m³ pro Jahr. So jedenfalls sehen das die Gerichte.

Per Antrag: So zahlen Sie für Ihr Gießwasser kein Abwasser

Für Wasser, das sie nachweislich zum Gartengießen verwenden, müssen sie keine Abwassergebühren zahlen. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg erst kürzlich so entschieden (Az. 2 S 2650/08).

Was Sie wissen müssen: Die Gemeinde zieht Ihnen den Gießwasseranteil nicht automatisch ab. Sie haben darauf aber grundsätzlich einen Anspruch - auch wenn nichts davon in der Satzung steht!

Garten- und Poolbesitzer können sich freuen

Die Gemeinden müssen Ihnen das entnommene Leitungswasser zum Gießen abziehen, wenn Sie glaubwürdig nachweisen können, dass Sie das Frischwasser tatsächlich zum Gießen genutzt haben.

Das geht natürlich nur, wenn Sie einen Blumen- oder Gemüsegarten haben, sodass Ihre angegebenen Wassermengen plausibel sind.

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde nach Antrag und Frist

Wichtig: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, wie und innerhalb welcher Fristen Sie einen Antrag auf Absetzung des Gießwassers stellen können. Werfen Sie aber zuvor noch einen Blick in die Abwassergebührensatzung Ihrer Gemeinde, ob sich dort eine entsprechende Regelung findet.

Übrigens: Sie können auch auf den Abzug pochen, wenn Sie in Ihrem Haus oder Garten ein Schwimmbad haben und sich dementsprechende Verdunstungsverluste nachweisen lassen. Bauen Sie fürs Schwimmbad am besten einen separaten Wasserzähler ein!

Meineimmobilie.de rät:

Der Wasserversorger kann nicht von sich aus wissen, für was Sie Ihr Wasser verwenden. Deswegen sollten sich Gartenbesitzer unbedingt bei ihrer Gemeinde nach dem sogenannten Sprengwasserabzug erkundigen.

Die Gemeinden gewähren so einen Abzug fürs Gießwasser nämlich erst auf Antrag. Wer untätig bleibt, bleibt eben auf seinen hohen Wasserkosten sitzen!

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