Montag, 09.09.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © trofotodesign - Fotolia.com

Legionellen: Trinkwasser auf Bakterien checken

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Worum geht´s
  • Legionellenprüfung des Trinkwassers

Bis zum 31. Dezember dieses Jahres müssen Vermieter erstmals die Warmwasserbereitungsanlagen auf Legionellen untersuchen. Die Prüfpflicht gilt für fast alle Mehrfamilienhäuser, ausgenommen Mehrfamilienhäuser mit einer dezentralen Warmwasserbereitung sowie Ein- und Zweifamilienhäuser.

Vermieter müssen die Legionellenprüfung des Trinkwassers bis zum 31. Dezember 2013 durchführen lassen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Welche Wohngebäude der Legionellenprüfungspflicht unterliegen

Alle Wohngebäude, in denen zentrale Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer mit einem Volumen von mehr als 400 Litern stehen, unterliegen der Prüfpflicht. Diese gilt auch für Wohngebäude, in denen die Wasserleitungen zwischen dem zentralen Trinkwassererwärmer und dem am weitesten entfernten Wasserhahn ein Volumen von über drei Litern fassen. „Die Prüfpflicht gilt damit für fast alle Mehrfamilienhäuser“, erläutert Kai Warnecke von Haus & Grund Deutschland, „auch für Wohnungseigentümergemeinschaften." Nur Mehrfamilienhäuser mit einer dezentralen Warmwasserbereitung sowie Ein- und Zweifamilienhäuser seien ausgenommen.

Ergebnisse der Legionellenprüfung Mieter aushändigen

Zur Trinkwasserprüfung beauftragt der Vermieter ein zugelassenes Labor, welches an mehreren Stellen Wasserproben nimmt. Die Ergebnisse der Untersuchung müssen Vermieter dann den Mietern einmal im Jahr beispielsweise durch Aushang oder mit der Betriebskostenabrechnung zur Kenntnis geben. Wenn keine auffälligen Werte festgestellt werden, muss die Legionellenprüfung alle drei Jahre wiederholt werden. Die Kosten können als Betriebskosten abgerechnet werden.

Kommentare (1)

29.9.2013, 15:36 Uhr von reinhard60 Profil ansehen
Hallo Vermieter, immer wieder hört man unterschiedliche Termine und auch die Kriterien zur Trinkwasseruntersuchung sind dermaßen verworren,dass man einfach nicht mehr durchblickt.Ich habe z.B. in einem Vermietungsobjekt einem Warmwasserboiler der bei weitem unter den 400 Litern liegt.Aber wie kann ich einschätzen ob der Weg bis zur weitesten Abnahmestelle unter oder über 3 Litern liegt.Im übrigen hatte das Gesundheitsamt in Siegen die Vermieter aufgefordert keine Wasserproben mehr zum untersuchen zu schicken,da die Kapazität gar nicht ausreicht um die Proben zu untersuchen.Wie schütze ich mich jetzt aber als Vermieter vor einer Strafe und wie erhalte ich mal genaue Angaben oder den festen Hiuntergrund ob ich den Test machen muß oder nicht.Im Internet kursieren so viele Gerüchte und Meinungen,dass man am Ende nicht mehr weiß was wirklich los ist.Bitte um einen Rat zu dieser verzwickten Situation. Mit freundlichen Grüßen Reinhard Hopp
Am 1. November tritt die neue Trinkwasserverordnung in Kraft. Doch überraschend ist, dass offensichtlich kaum jemand darauf so richtig eingestellt ist. Außerdem grassieren nur Tatsachenfragmente im Web, was für Verwirrung sorgt, beschreibt Jörg Stroisch.
Topstory: Die sehr gefährlichen Legionellen werden durch das Sprühwasser etwa einer Dusche auf den Menschen übertragen. Damit sie nicht gefährlich werden, müssen Vermieter seit dem 1. November 2011 das Wasser eventuell überprüfen lassen. Das schreibt die neue Trinkwasserverordnung vor.

 meineimmobilie.de-Tipp

Nicht nur die Legionellenprüfung steht zum Ende des Jahres an: Ab dem 1.12.2013 gelten für den zulässigen Bleigehalt in Wasserleitungen strengere Vorgaben. Eigentümer sollten deswegen bleihaltige Trinkwasserleitungen möglichst schnell austauschen.