Mittwoch, 09.11.2016 | Autor: Heidi Schnurr, Rechtsanwältin und Chefredakteurin meineimmobilie.de, Foto: © sasel77 - Fotolia.com

Heizkosten-Check: Sind Ihre Heizkosten zu hoch?

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Worum geht´s

Bundesweiter Heizkostenspiegel für 2015 veröffentlicht.

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Denken Sie insgeheim, dass Sie zu hohe Heizkosten haben? Das können Sie jetzt testen: Mit dem aktuellen Heizspiegel für Deutschland finden Sie schnell heraus, ob in Ihrem Haus mehr oder weniger Heizenergie verbraucht wird als in ähnlich großen Gebäuden.

 

Für den Heizspiegel 2016 hat die co2online GmbH zum zwölften Mal in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. rund 40.000 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet. 

 

Schätzen Sie mal, wieviel Heizkosten durchschnittlich anfallen

Was schätzen Sie: Wieviel Heizkosten zahlt ein Bewohner einer durchschnittlichen 70 Quadratmeter großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, der mit Heizöl heizt? Es sind im Schnitt 755 Euro und damit immerhin 175 Euro weniger als noch 2014.

Wer dagegen mit Fernwärme und Erdgas heizt, muss durchschnittlich konstant 965 Euro beziehungsweise 830 Euro zahlen. Günstiger wird’s also nicht!

Ob Sie 2016 Heizkosten sparen, hängt unter anderem auch davon ab, womit Sie heizen. Die Gewinner sind dieses Jahr die „Öl-Heizer“, denn durch gesunkene Preise ist Heizen mit Heizöl fast um ein Fünftel günstiger geworden. Dagegen gibt es bei Häusern mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung kaum Veränderungen.

Prognose für 2016: Die Heizkosten werden voraussichtlich sinken 

Es gibt gute Nachrichten, was die Heizkosten für 2016 betrifft!„Wir gehen davon aus, dass die Heizkosten auch im Abrechnungsjahr 2016 sinken werden. Bei Erdgas und Fernwärme könnten es fünf Prozent sein, beim Heizöl sogar zehn Prozent“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online.

Das liegt zum einen daran, dass das Wetter in den ersten neun Monaten 2016 etwas wärmer war als 2015. Zum anderen sind auch die Energiepreise in diesem Zeitraum gesunken.“

Mieterbund rät: Verbrauch checken und Sparmöglichkeiten nutzen 

Unabhängig davon, wie sich die Energiepreise und das Wetter entwickeln, können Verbraucher bei ihren Heizkosten sparen. Mit einem Blick auf den bundesweiten Heizspiegel können Mieter und Eigentümer die Verbräuche und Heizkosten ihres Wohngebäudes richtig einschätzen: Ob sie überdurchschnittlich hoch oder niedrig sind!

Machen Sie doch gleich einmal den Selbst-Test.

Liegen Ihre Heizkosten oder die Ihres Mieters weit über dem Durchschnitt, zeigt das meist, dass mit Ihrer Heizung oder Ihrem Gebäude etwas nicht stimmt oder Ihr Mieter es gern sehr warm in seiner Wohnung hat.  

Heizkostenspiegel berücksichtigt auch das Alter des Gebäudes 

Der Heizspiegel ist für Wohngebäude anwendbar, die zentral mit Erdgas, Heizöl oder Fernwärme beheizt werden. Er enthält auch Vergleichswerte für die Raumwärme (Heizen) und für die Warmwasserbereitung.  

Erstmals berücksichtigt der neue Heizspiegel auch das Gebäude-Baujahr. So können Verbraucher den energetischen Zustand ihres Hauses noch genauer einstufen. Die Heizspiegel-Vergleichswerte nach Baujahren sind ausschließlich online verfügbar.

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Foto: Heidi Schnurr / Bildschön, Laila Weber
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Heidi Schnurr arbeitet als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Mietrecht für Vermieter. Ihre Praxis-Tipps speziell für Vermieter finden sich in zahlreichen Fachpublikationen, Loseblattwerken, Büchern und ...
Heidi Schnurr
Für viele liest sich die Heizkostenabrechnung wie ein Buch mit 7 Siegeln: Verbrauchseinheiten, Rechenformeln, Festkostenanteil, Verbrauchs- und Nutzungszeitraum – da blickt kaum einer bis zur letzten Zahl hinterm Komma durch. Just zur Winterzeit hat sich der Bundesgerichtshof mit dem Thema Heizkostenabrechnung befasst. Dabei ging es um die Frage, wie die Heizkosten abgerechnet werden müssen: Nach dem Abflussprinzip oder nach dem Leistungsprinzip.
Wieviel Strom verbraucht Ihre Heizung so? Wissen Sie nicht genau? Das ist normalerweise kein Problem, denn Sie müssen den Strom ja letzten Endes doch aus der eigenen Tasche zahlen. Das sieht allerdings anders aus, wenn es um den Betriebsstrom der Heizung in einem Mietshaus bzw. einer Wohnungseigentumsanlage geht: Dann müssen Sie sehr wohl den Stromverbrauch Ihrer Heizung messen und auch an der richtigen Stelle in der Abrechnung einstellen. Das verlangt ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs.  
Die meisten Mieter sind geschockt, wenn sie ihre Heiz- und Betriebskostenabrechnung bekommen. Denn insgeheim hofft ja jeder auf eine Rückzahlung. Umso schlimmer dann, wenn sie Heiz- oder Betriebskosten nachzahlen müssen. Damit das nicht passiert, hat der Deutsche Mieterbund nun eine Checkliste zum Heizkosten sparen herausgegeben.

 meineimmobilie.de-Tipp

Hier können Sie den Flyer zum Heizkostenspiegel 2015 mit allen wichtigen Zahlen und Fakten herunter laden.

 

Sie können auf dieser Seite jedoch auch einen konkreten Test mit Ihren Verbrauchs- und Gebäudewerten durchführen, wenn Sie wissen wollen, wo Sie mit Ihren Heizkosten im Durchschnitt liegen.