Montag, 08.08.2011 | Autor: heihec

Gasanbieter: Preisvergleichspflicht für den Vermieter

News: Vermieter sind über das Wirtschaftlichkeitsgebot dazu verpflichtet, ihre Mieter vor unverhältnismäßigen und überflüssigen Kosten zu bewahren. Damit die Betriebskosten niedrig gehalten werden, darunter fallen auch die Gaskosten, müssen Vermieter Gaspreise vergleichen.

Die Gaspreise steigen stetig und trotz der Erhöhung wechselten bisher nur rund 10 Prozent der Verbraucher den Gasanbieter. Grund dafür: In Mehrparteienhäusern gibt es oft nur einen einzigen Gaszähler. So können Mieter den Gasanbieter nicht selbst wechseln, sondern sind auf die Hilfe des Vermieters angewiesen. Das Gaspreis-Vergleichsportal Verivox.de weist in einer aktuellen Pressemitteilung Vermieter darauf hin, Betriebskosten nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot niedrig zu halten und deshalb Gaspreise zu vergleichen.

Betriebskosten niedrig halten durch Gaspreis-Vergleich

Der Vermieter ist aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots nach Paragraph 560 BGB dazu angehalten, seine Mieter vor unverhältnismäßigen und überflüssigen Kosten zu bewahren, also die Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten. Darunter fallen auch die Gaspreise, die seit 2005 um rund 20 Prozent angestiegen sind. Ab einer zehnprozentigen Steigerung der Betriebskosten kann der Vermieter dazu verpflichtet werden, den Preisanstieg zu erklären. Eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, ist der Gaspreis-Vergleich und gegebenenfalls ein Gasanbieterwechsel.

Gasanbieterwechsel leicht gemacht

"Viele Vermieter haben immer noch Angst vor einem Anbieterwechsel, obwohl es ganz einfach, schnell und unkompliziert ist. Zu Versorgungsunterbrechungen kann es auch nicht kommen, weil die Belieferung mit Gas gesetzlich gesichert ist", erläutert Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. Es muss lediglich das Gasanbieter-Wechselformular ausgefüllt werden und alle weiteren Formalitäten erledigt der neue Gasanbieter. Falls es mal zu einer Störung kommen sollte, ist nach wie vor der örtliche Netzbetreiber zuständig, denn diesem gehört das Gasnetz vor Ort. Der neue Gasanbieter bezahlt dem Netzbetreiber eine sogenannte Durchleitungsgebühr, damit er das Netz für die Belieferung der Kunden nutzen kann.

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