Freitag, 08.10.2010 | Autor: mb

Fehlerhafte Stromabrechnungen bei RWE

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News: Der Stromkonzern RWE verlangt von Kunden im Grundversorgungstarif bei der aktuellen Jahresrechnung zu hohe Preise. Schuld sei ein Systemfehler. Doch das Unternehmen will die betroffenen Kunden nicht automatisch entschädigen - sie selbst sollen sich bei RWE melden.

Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung zum Thema Heizkosten bekannt gibt, hat der Stromversorger RWE Kunden in der Tarifgruppe "RWE Klassik Strom" zu hohe Preise berechnet. Der Fehler taucht nach Angaben der Verbraucherschützer in Jahresabrechnungen auf, die das Unternehmen derzeit verschickt. Den Kunden werden bis zu 32 Euro zu viel in Rechnung gestellt. Grund für die falsche Berechnung sei ein Systemfehler bei RWE.

RWE berechnet Kunden zu viel

Von dem Fehler betroffen seien laut RWE Kunden im Tarif RWE Klassik Strom, deren Stromverbrauch zwischen dem 1. August 2010 und dem Ablesetermin geringer als 300 Kilowattstunden war. Bei den Rechnungen wird ein Arbeitspreis von 28,7 Cent netto pro Kilowattstunde zu Grunde gelegt - korrekt wären 19,7 Cent. Der Versorger wolle die betroffenen Kunden jedoch aus technischen Gründen nicht selbst über den Fehler informieren. Stattdessen sollen die Kunden nur auf Nachfrage korrigierte Abrechnungen erhalten, erklärte RWE gegenüber den Verbraucherzentralen NRW und Rheinland-Pfalz.

Kunden müssen sich selbst bei RWE melden

Obwohl RWE erklärt hatte, Kulanz zeigen zu wollen, bleibt für die Verbraucher ein Haken: Die betroffenen Kunden müssten von sich aus reagieren, kritisieren die Verbraucherschützer. Sie empfehlen deshalb allen Kunden im Grundversorgungstarif RWE Klassik Strom, ihre Abrechnung genau zu prüfen - und in der Konsequenz vielleicht auch gleich den Stromversorger zu wechseln.

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