Donnerstag, 30.08.2012 | Autor: Heidi Hecht

Erhöhung der Schornsteinfegergebühr

Worum geht´s
  • Erhöhung der Schornsteinfegergebühr, um Einkommenseinbußen durch Beendigung des Schornsteinfegermonopols zu kompensieren

Das Bundeswirtschaftsministerium plant, die Schornsteinfegergebühren ab Anfang 2013 zu erhöhen. Für Immobilieneigentümer bedeute dies, dass durch das Aus des Schornsteinfegermonopols möglicherweise keine Kosten reduziert werden können.

Das Wirtschaftsministerium will ab Anfang 2013 höhere Schornsteinfegergebühren einführen. Darauf macht der Hauseigentümerverband Haus & Grund Deutschland mit Bezug auf den Verordnungsentwurf zur Änderung der Kehr- und Überprüfungsordnung aufmerksam.
„Mögliche Preissenkungen durch das Monopol-Aus auf dem Schornsteinfegermarkt dürfen nicht durch Gebührenerhöhungen konterkariert werden“, forderte Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann heute in Berlin. Nach Berechnungen des Verbandes stiegen die Gebühren beispielsweise für ein Einfamilienhaus um etwa zehn Euro je Feuerstättenschau. Dies entspreche einer Erhöhung um 50 Prozent.

Einbußen durch Beseitigung des Schornsteinfegermonopols

Ende dieses Jahres entfällt das Monopol der Schornsteinfeger: Mit einigen Arbeiten, die bisher regelmäßig vom zuständigen Bezirksschornsteinfeger erledigt werden mussten, können Hauseigentümer dann jedes zugelassene Unternehmen beauftragen. „Die Beseitigung dieses Monopols sollte tendenziell zu geringeren Kosten für die Hauseigentümer führen. Uns drängt sich der Eindruck auf, dass mit der neuen Verordnung mögliche Einkommenseinbußen der Schornsteinfeger auf Kosten der Eigentümer und Mieter teilweise kompensiert werden sollen“, sagte Kornemann. Es sei zudem sehr ungewöhnlich, dass das Bundeswirtschaftsministerium seine Erhöhungspläne mit keiner Silbe begründe.

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Die Kosten, die Ihr Kaminkehrer von Ihnen verlangt, können Sie auf Ihren Mieter umlegen. Fallen diese für den Heizungskamin an, können Sie diese auch über die Heizungskosten auf Ihren Mieter umlegen.