Dienstag, 28.10.2008 | Autor: heihec

E.on Hanse setzt Gaskunden unter Druck

News: E.on Hanse schaltet auf Angriff und verschickt jetzt Zahlungserinnerungen an Gaskunden, die den Preisen widersprochen und ihre Rechnungen gekürzt haben. Die Verbraucherzentrale rät diesen Kunden, sich nicht einschüchtern zulassen.

"E.on Hanse täuscht seine Kunden", sagt Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale. E.on Hanse behaupte in den verschickten Zahlungserinnerungen an alle Kunden, die den Preisen widersprochen haben, dass der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil die Preiserhöhung bestätigt habe.

"Das zitierte Urteil des Bundesgerichtshofs vom 13. Juni 2007 hat sich mit den Preiserhöhungen der Stadtwerke Heilbronn, nicht mit der Preiskalkulation von E.on Hanse beschäftigt. Diese wird das Landgericht Hamburg in dem noch laufenden Verfahren über die Sammelklage von 54 E.on-Hanse-Kunden unter die Lupe nehmen. Was für die Hamburger Gaskunden gilt, wird in Hamburg am Sievekingplatz entschieden, nicht in Quickborn - und in Karlsruhe ist es bisher auch noch entschieden worden", so Hörmann weiter.

Was die Verbraucherzentrale den Kunden rät

Den Widerspruchskunden rät die Verbraucherzentrale, kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht einschüchtern zu lassen: "Die von E.on Hanse gesetzte Zahlungsfrist ist nicht verbindlich. Erst wenn der Versorger einen gerichtlichen Mahnbescheid schickt, muss man innerhalb von 14 Tagen handeln und Widerspruch bei Gericht einlegen", so die Verbraucherschützer.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine ausführliche Bewertung des von E.on Hanse zitierten Urteils des BGH vom 13. Juni 2007 ins Internet gestellt und die Unterschiede zur Hamburger Situation erläutert.