Montag, 09.12.2013 | Autor: Heidi Hecht

Vermietung ohne Makler bevorzugt

Worum geht´s
  • Vermieter suchen sich Mieter selbst
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Deutsche Immobilienbesitzer vermieten ihre Immobilie am liebsten selbst - ohne Makler. Zu hohe Kosten für die Interessenten, die abschreckende Wirkung der Courtage auf potenzielle Mieter und die einfacheren Vermarktungsmöglichkeiten über das Internet machen es den Immobilienbesitzern heute demnach einfach.

Vermieter bevorzugen eine Vermietung ohne Makler und machen sich selbst auf die Suche nach einem neuen Mieter. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Immobilienportals ohne-makler.net unter Immobilieneigentümern in Deutschland.

Gründe für die Vermietung ohne Makler

Jeder zweite Deutsche Immobilienbesitzer (49,3 Prozent) würde seine Immobilie am liebsten alleine vermieten. Nur 31 Prozent würden hierzu einen Makler nutzen, knapp 20 Prozent sind sich unsicher. Die Gründe dafür sind eindeutig: Über 60 Prozent der Befragten sehen durch einen Makler zu hohe Kosten für die Interessenten. 60 Prozent glauben auch, dass potenzielle Mieter von der Courtage abgeschreckt werden. 50 Prozent sind der Ansicht, dass ein Makler die Vermietung für den Verbraucher verteuert.

Internet erleichtert Vermietung

Immobilienbesitzer suchen heute lieber selbst nach einem neuen Mieter. Das Zeitalter des Internets macht´s einfach. 54 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, dass die Mietersuche über das Internet funktioniert und man sie daher besser als je zuvor selbst in die Hand nehmen könne. Eine Vermietung ohne Makler sehen 45 Prozent als entscheidenden Wettbewerbsvorteil an. Generell sind 57 Prozent der Eigentümer, die in der Vergangenheit schon einmal einen Makler beauftragt haben, überzeugt, dass sie die Vermietung letzten Endes auch alleine hinbekommen hätten.

Kommentare (1)

27.10.2016, 10:32 Uhr von KM-Immo Profil ansehen
Dieser Artikel ist von 2013 und wurde zwischenzeitlich von der Rechtsprechung überholt. Seit Inkrafttreten des Mietrechtsnovellisierungsgesetzes zahlt der Mieter i.d.R. keine Maklerprovision mehr, daher ist dieses Argument weggefallen. Die Gründe, selber die Immobilie zu vermieten, liegen darin, dass der Vermieter die Maklerkosten (i.d.R. 2,38 Monatsmieten inklusive Mehrwertsteuer) sparen will und nicht bereit ist, für eine Dienstleistung Geld auszugeben. Natürlich gibt es heute auch für den Privatvermieter viele Möglichkeiten. Wir stellen jedoch fest, dass wir in letzter Zeit verstärkt Vermietungsaufträge von Privatvermietern bekommen, die mit der "Do-It-Yourself-Vermietung" schlechte Erfahrungen gemacht haben, etwa weil die Immobilie nicht vermietet werden konnte oder man sich einen "Mietnomaden" eingefangen hat. Es gilt also auch hier, dass viele erst einmal selber ihre Erfahrungen sammeln müssen, bevor sie den Wert einer Dienstleistung zu schätzen wissen. (Erstaunlicherweise kommt niemand auf die Idee, seinen Blinddarm selber zu operieren, aber Immobilien verkaufen oder vermieten trauen sich viele selber zu...) Unsere Kunden wissen zu schätzen, dass wir den Mietkandidaten auf Herz und Nieren prüfen, die Bonität checken, mit dem Vor-Vermieter Rücksprache halten und für den Fall des Falles auch eine Mietausfallversicherung bezahlen. Und natürlich auch die Erstellung des Mietvertrages und die Wohnungsübergabe übernehmen.
News: Wenn Vermieter nach einem neuen Mieter suchen oder Eigentümer ihr Haus verkaufen wollen, wenden sie sich zum Teil an Immobilienmakler. Doch deren Ruf scheint nicht der beste zu sein, denn mit Hilfe ein neues Zertifizierungsverfahren will der Maklerverband IVD nun zusammen mit Verbraucherschützern das Image des Berufsstands verbessern.
Es gibt sie noch, die „heiligen Kühe“ im Immobilienrecht, an denen niemand rütteln darf. Beispielsweise deswegen, „weil es schon immer so war!“ oder weil beide Seiten mit einer bisherigen Regelung zufrieden waren. So war es bisher auch mit der Maklergebühr. Doch das soll sich bald ändern.
News: Viele Immobilienkäufe laufen zurzeit über den Immobilienmakler. Makler vermitteln zwischen dem Käufer und Verkäufer und erhalten als Erfolgshonorar die Maklerprovision, über die sich streiten lässt.
Wer die Vermarktung der Immobilie nicht selbst durchführen möchte, kann einen Makler mit dem Verkauf des Objekts beauftragen. Naheliegend dabei wäre es, einfach das nächstbeste Maklerbüro an der Ecke auszuwählen, doch ist davon abzuraten.   Stattdessen sollten Immobilienverkäufer sich gezielt auf die Suche begeben. Für den Erfolg der Veräußerung der Immobilie ist dies unerlässlich.
  Diese Leserfrage interessiert womöglich auch Sie: "Ich habe gehört, beim Grundstückskauf könne der Makler seine Rechnung in zwei Teile aufteilen, nämlich in die eigentliche Maklerprovision und in die Finanzierungsberatung. Letztere sei dann sofort als Werbungskosten absetzbar. Ist das richtig? Und gibt es bei diesem Steuersparmodell irgendwelche Fallen, die ich kennen sollte?"

 meineimmobilie.de-Tipp

Beauftragen Sie doch einen Makler, dann müssen Sie bestimmte Regeln beachten: Ist so der Wohnungsvermittler gleichzeitig auch Eigentümer, Verwalter, Mieter oder Vermieter der vermittelten Wohnung, hat er keinen Anspruch auf die Provision. Die Gerichte achten zudem darauf, ob der Wohnungsvermittler und der Eigentümer, Verwalter oder Eigentümer der Wohnung rechtlich oder wirtschaftlich eng miteinander verflochten sind.  Auch dann kann der Mieter seine gezahlte Provision von ihm zurückfordern.