Donnerstag, 07.08.2008 | Autor: jansch

Mietinteressenten müssen die Wahrheit sagen

News: Vermieter dürfen Mietinteressenten zu dessen Zahlungsfähigkeit Fragen stellen. Der Interessent ist nicht verpflichtet Auskunft geben. Tut er dies allerdings, müssen Fragen nach Lohnpfändung oder anderen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Das Oberlandesgerichts Koblenz verhandelte diesbezüglich einen Fall (Az.: 5 U 28/08), wie das Immobilienportal immowelt.de in einer Pressemitteilung berichtet.

Ein Vermieter wollte Auskunft über die finanziellen Verhältnisse eines Mietinteressenten einholen. Er fragte vor Abschluss des Mietvertrags den potenziellen Mieter und dessen Arbeitgeber nach finanziellen Unregelmäßigkeiten. Eine Lohnpfändung lag vor, was beide allerdings verneinten.

Vermieter war zu zögerlich

Bei den Mietzahlungen kam es zu Unregelmäßigkeiten. Laut dem Richter hätte der Vermieter den Vertrag zu diesem Zeitpunkt anfechten oder kündigen können. Er wartete allerdings zwei Jahre ab, bis ein Gesamtschaden von über 10.000 Euro aufgelaufen war. Wegen seiner zögerlichen Haltung konnte er den lügenden Arbeitgeber deshalb im Nachhinein nicht haftbar machen.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Als Vermieter haben Sie eigentlich immer den Schaden: Kontrollieren Sie deshalb die Bonität des Mieters vor Einzug gründlich. Und scheuen Sie sich dann auch nicht, nach einer offensichtlichen Lüge sofort die Konsequenzen zu ziehen.