Montag, 01.02.2010 | Autor: Heidi Schnurr

"Geld her oder...

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Sie bekommen Ihre Kaution nicht zurück!" Ungefähr so schildert ein empörter Mieter im Forum, was ihm Schlimmes mit seinem Vermieter beim Auszug widerfahren ist!

 

Dabei wollte sich der Vermieter ja nur davor absichern, dass er in ein paar Wochen nicht seiner Betriebskosten-Nachzahlung hinterherlaufen muss.

Das kennt man ja: Ist der Mieter erst einmal weg, will er von seiner alten Wohnung nichts mehr wissen. Und schon gar nichts mehr zahlen! Getreu dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn! 

Aber liebe Mieter: So einfach ist das nicht! Rechtlich ist es so: Der Vermieter darf sehr wohl von der Kaution einen Betrag für die noch ausstehende Betriebskosten-Abrechnung einbehalten. Dass das völlig legal ist, hat sogar schon der BGH ein paar Mal entschieden.

 

Nur zu hoch darf der Vermieter dabei nicht greifen. Maßstab ist die Höhe der bisherigen Nachzahlungen. Was viele Mieter gern übersehen: Der Vermieter hat das Geld ja bis zur Nachzahlung für seine Mieter verauslagt. Doch davon wollen die Mieter meist nichts wissen – und wir Vermieter sind gleich wieder als böse und raffgierig abgestempelt.

 

"Ich verbrauche doch nichts mehr, also muss ich auch nichts mehr zahlen!", argumentiert der Mieter. Richtig, aber es geht ja auch nicht um künftige, sondern um bereits angefallene Kosten.

 

Deswegen liebe Mieter: Bitte nicht gleich immer aufregen, sondern auch mal in Ruhe nachdenken – schließlich hat auch der Vermieter ein paar Rechte. Wenige zwar, aber die darf er nutzen!

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