Montag, 06.07.2015 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Ab 1. Juli gilt die Mietpreisbremse in Hamburg

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  • Ab 1. Juli gilt die Mietpreisbremse in Hamburg 
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Die Mietpreisbremse gilt ab dem 1. Juli in Hamburg. Vermieter dürfen dann für eine 65-Quadratmeter-Wohnung in bester Lage bei Neuvermietung höchstens noch 13,20 Euro statt 16 Euro pro Quadratmeter verlangen. Dies gilt allerdings nicht für bestehende Mietverträge und Neubauten.

Die Mietpreisbremse in Hamburg kommt zum 1. Juli. Auf dem neuen Gesetz liegt die Hoffnung vieler, die derzeit in der Stadt eine Wohnung suchen. Für Vermieter wiederum bedeutet dies einen Rückgang der Mieteinnahmen. In welcher Höhe die Einbußen Hamburger Vermieter liegen könnten, hebt eine aktuelle Analyse des Immobilienportals immowelt.de hervor.

Mieteinbußen durch die Mietpreisbremse

Mit der Mietpreisbremse darf ein Vermieter für eine kernsanierte Top-Altbauwohnung oder eine Neubauwohnung (Baujahr 1994 bis 2012) in guter Lage mit 65 Quadratmetern und bester Ausstattung, wie Balkon, großzügigem Bad und hochwertigen Fußböden, nur noch bis zu 12 Euro pro Quadratmeter kosten. Schlägt man die zulässigen 10 Prozent gemäß Mietpreisbremse auf, kommt man auf 13,20 Euro pro Quadratmeter und damit auf eine monatliche Kaltmiete von 858 Euro statt bisherige 1088 Euro bei 16 Euro pro Quadratmeter. 

Bestehende Verträge und Neubauten von der Mietpreisbremse ausgeschlossen

Von der Mietpreisbremse ausgeschlossen sind bestehende Verträge und Neubauten. Bei einer Neuvermietung darf ein Vermieter auch dann eine Miete oberhalb der Grenze verlangen, wenn die Immobilie zuvor bereits zu diesem Preis vermietet war. Er kann die Miete dann aber nicht weiter erhöhen. Ausgenommen von der Mietpreisbremse sind außerdem Neubauten, die nach dem 1. Oktober 2014 zum ersten Mal bezogen wurden, sowie umfassend sanierte Wohnungen. Letzteres ist der Fall, wenn die Modernisierung mindestens ein Drittel des Wertes einer vergleichbaren Neubauwohnung gekostet hat.

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Vollgas statt ausgebremst: Die Mietpreisbremse gilt seit dem 1.6.2015 für einige Vermieter bei einer Neu- bzw. Wiedervermietung ihrer Wohnung. Schuld daran ist das Mietrechtsnovellierungsgesetz. Welche Vermieter die Mietpreisbremse trifft (nicht alle!), wie viel Miete Sie künftig vom neuen Mieter verlangen können und wie Sie die richtige Miethöhe berechnen können, finden Sie hier.
Überall und jeder redet über die Mietpreisbremse und was sie bedeutet. Allerdings wissen die wenigsten, was tatsächlich im Gesetz stehen soll und vor allem wo genau. Gerade wurden die neuen Mietrechtsvorschriften zur Mietpreisbremse im Bundesgesetzblatt Nr. 16 vom 27.04.2015 veröffentlicht. Sie gelten ab dem 1.6.2015. Meineimmobilie.de hat jetzt die wichtigsten, neuen Mietrechtsvorschriften im BGB zur Mietpreisbremse für Sie herausgepickt. Denn nichts ist genauer als der Originalwortlaut des Gesetzes. Ob das Gesetz aber dadurch verständlicher wird, steht auf einem anderen Blatt.
Die Mietpreisbremse gilt seit 1.6.2015. Viele Vermieter sind verunsichert, was das für ihren Mietvertrag heißt. Heidi Schnurr, Rechtsanwältin und Chefredakteurin von meineimmobilie.de erklärt, für wen die Mietpreisbremse gilt. Nur so viel: Nicht für alle Mietverhältnisse und auch nicht überall in Deutschland!
Dass die Mietpreisbremse kommt, ist so gut wie sicher. Ab 2015 wird es vermutlich so weit sein. Mit ein Grund, weshalb immer mehr Vermieter so langsam die Lust zum Vermieten verlieren. So jedenfalls geht es aus einer Umfrage von ImmobilienScout 24 hervor, die gerade erschienen ist. Dabei ging es um die Frage, wie Vermieter künftig auf die Mietpreisbremse reagieren wollen.

 meineimmobilie.de-Tipp

Die Mietpreisbremse gilt immer nur für neue Wohnungsmietverträge, die Sie abschließen, nachdem in Ihrem Bundesland eine Mietpreisbremsenverordnung in Kraft getreten ist.