Mittwoch, 17.02.2010 | Autor: heihec

Dossier zur Abmahnung und Kündigung

Hält der Mieter sich nicht an die vereinbarten Regeln und Pflichten aus dem Mietvertrag, kann der Vermieter ihn abmahnen und schließlich sogar kündigen. Was der Vermieter dabei beachten sollte, verrät das Dossier zur Abmahnung und Kündigung.

Von Ruhestörung bis zum unerlaubten Haustier

Wenn der Mieter einen Hund hält, obwohl Haustiere laut Mietvertrag verboten sind, verstößt er bewusst gegen seine Verpflichtungen. Bei solchen und ähnlichen "Delikten" des Mieters hat der Vermieter mehrere Möglichkeiten, gegen das Verhalten seines Mieters vorzugehen - bis zur fristlosen Kündigung.

Keine Untervermietung ohne Zustimmung

Egal, ob der Mieter nur ein Zimmer in seiner Wohnung untervermietet oder ob er für eine Weile ins Ausland geht und die Wohnung komplett untervermietet - er muss den Vermieter um Zustimmung bitten. Kommt er dem nicht nach, darf der Vermieter ihn abmahnen und ihm dann die Kündigung schicken.

Hausordnung: Ärger im Mietshaus

Die Hausordnung regelt das Zusammenleben der Mieter unter einem Dach. Sie bestimmt Ruhezeiten und Treppenhausreinigung oder verbietet den Mietern das Anbringen von Satellitenschüsseln auf dem Balkon. Wer sich hartnäckig den Gemeinschaftsregeln widersetzt, dem darf der Vermieter eine Unterlassungsklage androhen.

Fristlose Kündigung bei lauter Musik

News: Wer in einem Mietshaus nachts überlaut Musik hört, riskiert schnell die fristlose Kündigung der Mietwohnung. Zu diesem Entschluss ist das Amtsgericht Coburg in einem aktuellen Urteil gekommen.

Erst abmahnen, dann kündigen

Verstößt der Mieter gegen seine Pflichten, kann der Vermieter ihn abmahnen. Abmahnen heißt, der Vermieter fordert seinen Mieter schriftlich auf, seinen Vertrag einzuhalten. Gleichzeitig ebnet er sich den Weg zu einer Kündigung wegen erheblicher Vertragsverletzungen.

Mieterumbauten: Von der Antenne bis zum Bad

Vermieter dürfen nichts dagegen sagen, wenn der Mieter es sich in seiner Wohnung gemütlich macht. Doch Mieterumbauten haben auch ihre Grenzen. So muss ein Vermieter längst nicht jeder Veränderung zustimmen, die der Mieter gerne hätte. Baut der Mieter ungefragt um, kann der Vermieter ihn sogar verklagen.

Sonderkündigungsrecht: Rausschmiss ohne Grund

Wenn der Vermieter mit im Haus wohnt, darf er dem Mieter in manchen Fällen ohne Angabe von Gründen kündigen. Das Sonderkündigungsrecht gilt allerdings nur in Zweifamilienhäusern.

Mietnomade: Und plötzlich wohnt ein Feind in Ihrer Wohnung!

Angeblich haben 3 von 4 Vermietern Angst davor, Opfer von Mietnomaden zu werden. Das hat eine aktuelle Befragung von Immobilienscout 24 bei 2.265 Vermietern ergeben. Andere schätzen die Lage weit weniger dramatisch ein. Danach sind es nur 5 %. Hier lesen Sie, wie Sie sich vor Mietnomaden schützen und im Ernstfall richtig reagieren.

Dreist belogen: Reicht das schon für eine Kündigung?

Eine kleine Notlüge - bestimmt haben Sie darauf auch schon mal selbst zurückgegriffen. Als Vermieter müssen Sie jedoch nicht bei jeder Notlüge gleich beide Augen zudrücken - und erst recht nicht, wenn es um die Einkünfte Ihres Mieters in der Mieterselbstauskunft geht!

Jobcenter schlampt: Dürfen Sie dem Mieter dennoch kündigen?

Plötzlich arbeitslos - auch Ihren Mieter kann dieses harte Los treffen. Wer keine finanziellen, sofort verfügbaren Rücklagen hat, ist auf das Entgegenkommen der Behörden angewiesen - und das kann dauern! Was, wenn das Jobcenter Ihnen zu spät die Miete für Ihren arbeitslos gewordenen Mieter zahlt? Darüber hat jetzt der Bundesgerichtshof entschieden.

Erfolgreich abmahnen: So machen Sie es richtig

Ihr Mieter feiert mitten in der Nacht lautstarke Partys, schlägt die Türen zu und hält sich nicht an die Hausordnung. Die ersten Mitmieter haben sich bereits beschwert. Zeit, etwas dagegen zu unternehmen! Der erste Schritt dazu: Mahnen Sie den Mieter ab - aber richtig!

Finanzkrise beim Mieter: So reagieren Sie richtig

Hat die Finanzkrise bereits bei Ihrem Mieter Einzug gehalten? Spätestens jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt: Abmahnen, abstottern oder gleich die Kündigungskeule schwingen? Es gibt viele Wege raus aus der Finanzkrise!

Beschimpft, beleidigt, rausgeworfen: Reicht das für eine Kündigung?

Zugegeben: Manchmal ist es nur ein schmaler Grat zwischen einer bloßen Unhöflichkeit und einer handfesten Beleidigung. Doch die Folgen können gravierend sein. Ein schlechtes Benehmen müssen Sie schlucken, während Sie bei einer Beleidigung auch schon mal kündigen dürfen.

Zeitmietvertrag: Schwere Krankheit ist kein Kündigungsgrund

Recht und Gerechtigkeit liegen nicht immer nah beieinander. Aber gut, wenn es wenigstens in Ihrer Hand liegt, dies zu ändern. So beispielsweise, wenn Sie einen Zeitmietvertrag haben und Ihr Mieter plötzlich an Krebs erkrankt und vorzeitig aus dem Mietvertrag aussteigen will. Müssen Sie den Mieter ziehen lassen?

Kündigung Mietverhältnis wegen Hausabbruch

News: Möchte ein Vermieter ein stark sanierungsbedürftiges Haus abreißen und an gleicher Stelle ein neues errichten, kann er ohne Weiteres das Mietverhältnis kündigen. So urteilte der Bundesgerichtshof.

Unbezahlte Kaution: Dürfen Sie deswegen gleich kündigen?

Das fängt ja gut an: Obwohl der Mieter bereits eingezogen ist, fehlt noch immer die erste Kautionsrate auf Ihrem Konto. Sie zeigen Geduld - doch die zweite Rate lässt auch auf sich warten. Dürfen Sie dem Mieter deswegen gleich kündigen? Schließlich wollen Sie ja nicht in ein paar Monaten auch Ihrer Miete hinterherlaufen! Die Antwort der Juristen lautet: Kommt darauf an.

Kündigungsrechte des Vermieters

Wenn der Mieter seinen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag nicht nachkommt oder zum Beispiel die Wohnung schuldhaft beschädigt, kann der Vermieter eine ordentliche oder eine fristlose Kündigung aussprechen. In beiden Fällen muss die Kündigung schriftlich erfolgen.

Rechts-Check: Richtig kündigen bei Zahlungsverzug

Der Zahlungsverzug eines Mieters kann für den Vermieter sehr unangenehm sein. Bevor er allerdings die fristlose Kündigung aussprechen kann, muss er einiges beachten.

Kündigung wegen unerlaubter Katzenklappe

News: Nach einem aktuellen Urteil (Az.: 63 S 199/04) des Landesgerichtes Berlin, sollten Mieter vor dem Einbau einer Katzenklappe den Hauseigentümer um Erlaubnis fragen, denn sonst droht eine außerordentliche Kündigung.

Kündigungswiderspruch: Rechtsfalle für Vermieter

Wenn der Vermieter eine Kündigung an seinen Mieter schickt, muss er genau darauf achten, wie er das Schreiben formuliert. Selbst kleine Fehler können dem Vermieter teuer zu stehen kommen, wenn er im Falle eines Prozesses verliert. Neben den Voraussetzungen für eine wirksame Kündigung sollte der Vermieter auch sicher gehen, dass sein Schreiben einen Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit des Mieters enthält.

Kündigung: Wenn der Mieter ausziehen will

Wenn der Mieter ausziehen will, ist häufig der Zeitpunkt der Kündigung und des Auszugs Gegenstand von Diskussionen zwischen Vermieter und Mieter. Vermieter sollten deshalb genau über die gesetzliche Regelung zu Kündigungsfristen Bescheid wissen.

Wegen Eigenbedarf kündigen: Vorsicht, wenn eine andere Wohnung im Haus leer steht

Wer seinem Mieter kündigt und gleichzeitig noch eine andere freie Wohnung im Haus hat, den trifft die "Anbietpflicht". Das bedeutet: Sie müssen diese andere, leer stehende Wohnung Ihrem gekündigten Mieter als Ersatzwohnung anbieten.

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