Donnerstag, 05.03.2009 | Autor: Heidi Schnurr

Zahl der Woche: Sind Sie einer von diesen 5,1 Millionen?

Vielleicht gehören Sie auch zu den Glücklichen, die vom Finanzamt nach der Abgabe der Steuererklärung sogar noch etwas zurückbekommen.

Schlimmstenfalls gehören Sie aber zur anderen Gruppe: Zu denen, die nur vermieten, weil sie mit den Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung ihre positiven Einkünfte drücken wollen, um so der jährlichen dicken Steuernachzahlung zu entgehen. Dann herzlich willkommen im Club der 5,1 Millionen Steuerpflichtigen, die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen!

Im Verhältnis zu allen Steuerpflichtigen sind das immerhin stolze 12 % - damit bilden die Vermieter neben den Arbeitnehmern die größte Gruppe der Steuerzahler. Ob das ein Grund zur Freude ist?

Für den Finanzminister sicherlich, denn 5,3 Milliarden Euro an Mieteinkünften sprechen eine deutliche Sprache! Zum Vergleich: 3 Jahre vorher waren es nur 0,9 Milliarden. Liegt es daran, dass es jetzt mehr Vermieter gibt oder die bisherigen Vermieter mehr Miete kassieren? Schön wäre es!

Der wahre Grund ist der: Es gibt für Vermieter immer weniger Schlupflöcher zum Steuern sparen. Nur ein Beispiel dafür sind die abgeschafften Sonderabschreibungen, womit Vermieter ihre positiven Einkünfte verrechnen konnten.

Deswegen schreibt jeder zweite Vermieter meist ungewollt schwarze Zahlen beim Finanzamt: 2,7 Millionen Vermieter erzielten 2004 positive Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und "nur" 2,4 Millionen negative Einkünfte. Diese "Zahl der Woche" hat das Statistische Bundesamt jetzt berechnet. Bleibt nur noch die Frage, zu welcher Gruppe Sie gerne gehören würden - sofern das Finanzamt da mitspielt!

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