Montag, 27.04.2009 | Autor: Heidi Schnurr

Zahl der Woche: Leben ist teurer als Wohnen

Was kostet die Welt? Diese Frage kann Ihnen sehr wahrscheinlich niemand beantworten. Was jedoch das "pure Leben" gegenüber dem Wohnen kostet, dagegen schon. Das hat jetzt das ifs berechnet. Das erstaunliche Ergebnis finden Sie hier.

"Die Mieten sind zu hoch und brechen vielen Einzelhändlern das Genick", klagte jetzt HDE-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) der "Neue Ruhr Zeitung". Er sieht 5.000 mittelständische Einzelhändler vor dem Aus, weil sie die Miete für ihren Laden nicht mehr zahlen könnten.

Tatsächlich ist es jedoch so: Die Mieten sind im Bundesdurchschnitt nur um 1,5 % gestiegen. Für Neubauwohnungen sogar lediglich um 1,2 %.

Zum Vergleich: Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind 2008 um 2,6 % teurer geworden.

Langfristige Vergleiche zeigen sogar: Die Mieten sind in den letzten Jahren weniger stark gestiegen als die allgemeinen Lebenshaltungskosten oder die Betriebskosten: Seit 2003 sind die Mieten um 5,6 % gestiegen, die Wohnnebenkosten (ohne Energie) dagegen um 7,5 % und die Lebenshaltungskosten sogar um 10 %.

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