Dienstag, 12.02.2008 | Autor: jansch

Modernisierungkosten kaum in höhere Miete ummünzbar

News: Nur in rund 20 Prozent der Modernisierungsfälle können Hauseigentümer die Mieter über eine Mieterhöhung an den Kosten beteiligen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Klimaschutzziele im Gebäudebestand könnten ohne Mieterhöhungen aber mittelfristig nicht erreicht werden, kritisiert der Eigentümerverband Haus und Grund.

Private Vermieter scheitern demnach in den meisten Fällen an der Realisierung der Mieterhöhung, wenn sie ihre Immobilie energetisch verbessern. Nur jeder fünfte Vermieter erhöht die Miete nach einer Modernisierung, so eine Studie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Modernisierungskosten tragen viele Vermieter alleine

"In den anderen Fällen haben die Vermieter die Investitionskosten alleine getragen, während die Mieter von den Maßnahmen profitierten", kommentiert Rolf Kornemann, Präsident der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund. Das Mietenniveau in Deutschland sei deshalb zu niedrig, um die Klimaschutzziele im Gebäudebestand mittelfristig zu erreichen.

Nach seiner Einschätzung belege die Studie, dass das Gesetz dem Vermieter nur theoretisch die Möglichkeit biete, den Mieter mit einer Mieterhöhung um jährlich elf Prozent der Kosten an der energetische Modernisierung zu beteiligen. Bis zu elf Prozent darf der Vermieter eigentlich umlegen.

Aber dieses Vorhaben scheitere in der Praxis häufig an den gesetzlichen oder von der Rechtsprechung festgelegten formalen Anforderungen an die Mieterhöhungen aufgrund von Modernisierungskosten.

Private Vermieter machen Verluste durch Modernisierungskosten

Die Kaltmieten in Deutschland sind so seit 2002 um lediglich fünf Prozent gestiegen, was sich in der wirtschaftlichen Bilanz der privaten Vermieter deutlich bemerkbar mache. 40 Prozent der Vermieter erzielen laut BBR-Studie mit ihrer Immobilie keinen Gewinn, bei 20 Prozent gibt es sogar Verluste.

Folglich werden von den Vermietern ein zu niedriges Mietniveau und zu geringes Eigenkapital als größte Investitionshemmnisse angegeben. "Der finanzielle Spielraum der privaten Vermieter ist zu eng. Geringere Energiekosten und Klimaschutz werden auch für Mieter nicht zum Nulltarif zu bekommen sein", so Kornemann.

meineimmoblie.de-Tipp: Eine typische Energiesparmaßnahme liegt vor, wenn Sie beispielsweise moderne Isolierglasfenster oder eine moderne Heizung einbauen. Durch die Regelungen der Energieeinsparverordnung erhöht sich auf Sie der Druck, denn der Mieter kann die Vorlage eines energetische Modernisierung erhöht deshalb nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit.

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