Freitag, 08.02.2008 | Autor: jansch

Mietausfall weiter auf hohem Niveau

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News: 2,2 Milliarden Euro an Mietausfall schätzt die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund erneut. Damit stabilisiere sich diese auf hohem Niveau. Arbeitslosigkeit und Verschuldung sind die Hauptursachen.

Damit ist der Mietausfall ähnlich hoch wie im Jahr 2005. Der Vermieterverein Haus & Grund warnt vor wirtschaftlichen Schäden vor allem bei privaten Vermietern. Neben Arbeitslosigkeit und Verschuldung seien ein weiterer Grund die rasant gestiegenen Energiekosten der Mieter.

Das Mietniveau käme als Grund für die Mietrückstände kaum in Betracht, so Haus & Grund. Die Kaltmieten seien seit 2002 nur um insgesamt knapp fünf Prozent gestiegen und hätten sich damit deutlich unterhalb der Steigerung der allgemeinen Lebenshaltungskosten bewegt. Zeitgleich legten die Wohnnebenkosten allerdings um 25 Prozent zu.

Im Schnitt zwei Prozent Mietausfall

Der Mietausfall beträgt insgesamt knapp zwei Prozent der jährlichen Mietzahlungen in Deutschland in Höhe von rund 114 Milliarden Euro. Die rückständigen Mietzahlungen sind allerdings nicht gleichmäßig verteilt, sondern treffen einzelne Vermieter sehr viel stärker, warnt Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann vor den wirtschaftlichen Schäden.

Bei privaten Vermietern stehe bei einem längeren Ausfall der Mietzahlungen nicht nur die Finanzierung der Immobilie in Frage. Es drohten sogar die Insolvenz des Vermieters und häufig der Verlust der privaten Altersvorsorge. Auch notwendige Renovierungs- oder Energiesparmaßnahmen an den Gebäuden sind dann nicht mehr finanzierbar.

meineimmobilie-Tipp:
Im Ernstfall hilft nur die Klage. Aber auch der Brief vom Rechtsanwalt kann schon einiges bewegen: Diesen sollten Sie auf jeden Fall einsetzen, wenn es zu einem Gerichtstermin kommt. Nur so können Sie sicher Rechtsnachteile und letztendlich auch unnötige Kosten vermeiden.

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