Donnerstag, 02.02.2012 | Autor: mb

Frost schadet Wasserleitungen

Worum geht´s
  • Gefahr von Frostschäden an Wasserleitungen
  • Vorbeugende Maßnahmen zum Schutz
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Eisig kalt ist es draußen geworden. Die aktuellen Minusgrade machen vor allem den Wasserleitungen zu schaffen. Eigentümer und Vermieter sollten jetzt noch schnell dafür sorgen, dass der Frost hier keine allzu großen Schäden anrichten kann.

Über Wochen war der Winter zu warm, jetzt kommt die richtige Kälte doch noch. Für Wasserleitungen kann dieser Temperaturumschwung zu viel sein. "Gerade wenn es lange mild war, häufen sich beim ersten Frost die Schäden an den wasserführenden Leitungen von Häusern", sagt Dr. Hans-Hermann Drews vom Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in einer Pressemitteilung. Frostschäden an Wasserleitungen führen bei den Versicherern demnach zu etwa 1,5 Millionen Schadensmeldungen pro Jahr. Eigentümer und Vermieter können mit einfachen Mitteln dafür sorgen, dass die Wasserleitungen am Haus die frostigen Temperaturen unbeschadet überstehen. 

Wasserleitungen vor Frostschäden schützen

Die Leitungen im Inneren des Hauses können laut IFS am besten vor Frostschäden geschützt werden, indem die Räume richtig beheizt werden. Auch wenn über längere Zeit niemand im Haus ist, muss die Heizung laufen, um ein Einfrieren des Wassers zu verhindern. "Besonders bei Ferienhäusern wird der Frost gerne vergessen", so Drews. Räume, die nicht beheizt werden können, sollten über eine ausreichende Wärmedämmung verfügen. "Sie kann die Auskühlung jedoch nicht verhindern und bietet allein keinen Schutz vor Frostschäden. Unbeheizte Bereiche sind daher immer frostgefährdet", erläutert Drews.

Wasserzufuhr im Außenbereich im Winter abriegeln

Im Außenbereich sind die Wasserleitungen dem Frost noch stärker ausgesetzt. Deshalb muss die Wasserzufuhr für außenliegende Wasserhähne und Leitungen im Winter abgeriegelt werden. Wer sein Haus längere Zeit nicht bewohnt, sollte alle Leitungen regelmäßig auf Frostfreiheit prüfen, rät das IFS. Als Vorbeugung bei Frost empfehlen die Experten elektrische Absperrventile, die leicht und zentral zu bedienen sind. Sie könnten laut IFS die größten Schäden an Wasserleitungen verhindern.

 

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 meineimmobilie.de-Tipp

Als Vermieter sollten Sie eine Wohngebäudeversicherung in Kombination mit einer Police gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagelschöden abschließen. Diese Versicherung übernimmt auch die Folgekosten von Frostschäden an Wasserleitungen - bei innenliegenden Rohren allerdings nur dann, wenn die Räume richtig beheizt wurden.