Donnerstag, 09.09.2010 | Autor: mb

Einseitiger Bericht über steigende Mieten

News: In den vergangenen Tagen ging die Meldung durch die Medien, dass die Mieten in Deutschland stark gestiegen sind. Die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund bezeichnet die Studie, auf die sich die Meldung bezieht, als einseitig. Sie beschreibe nicht den kompletten Wohnungsmarkt.

Die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund kritisiert Meldungen, wonach die Mieten in Deutschland generell gestiegen seien. "Berichte über steigende Mieten in Deutschland beschreiben ein Randphänomen", sagte Andreas Stücke, Generalsekretär des Verbandes. In den vergangenen Jahren seien laut Haus & Grund mit 60 Prozent des Mietwohnungsangebotes privater Vermieter keine Gewinne erzielt worden. Bei dem Forschungsprojekt, auf das sich die Meldungen bezogen, seien ausschließlich Wohnungen betrachtet worden, die 60 bis 80 Quadratmeter groß, hochwertig ausgestattet sowie frühestens im Jahr 2000 gebaut worden seien. Der Markt für diese Wohnungen sei zu klein, um daraus Aussagen über den gesamten Wohnungsmarkt ableiten zu können, so Stücke in einer Pressemitteilung zum Thema steigende Mieten.

Steigende Mieten durch Wohnungspolitik

Nach Ansicht von Haus & Grund sei es nicht verwunderlich, dass die Mieten in einzelnen Teilmärkten steigen. "Schließlich hat die Wohnungspolitik das Mietrecht konsequent zum Mieterrecht fortentwickelt und damit potenzielle Investoren in den Mietwohnungsmarkt systematisch verprellt", so Stücke. Zudem sorgten die permanent verschärften Anforderungen an das energetische Niveau von Wohngebäuden für drastisch erhöhte Baukosten. Vor diesem Hintergrund lohne sich für viele Vermieter die Wohnraumvermietung nicht mehr.

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