Mittwoch, 01.10.2014 | Autor: Heidi Schnurr, Foto: © Piotr Marcinski - Fotolia.com

Dossier: Wann und wie Sie die Miete erhöhen können

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Worum geht´s

Welche Mieterhöhungsmöglichkeiten Sie als Vermieter haben.

Welche Mieterhöhungsmöglichkeiten Sie sich bereits beim Mietvertragsabschluss sichern sollten.

Ein bisschen mehr Miete jeden Monat wäre schön. Doch bisher fanden Sie es viel zu kompliziert, die Miete zu erhöhen: Zu viele Formalien, Fallen und Schreibarbeit.

 

Doch es geht auch einfacher: Insgesamt haben Sie als Wohnungsvermieter nämlich 5 Möglichkeiten, an mehr Miete zu kommen. Mindestens eine können sicherlich auch Sie sofort nutzen! Mit einem Mausklick hier finden Sie Ihre persönliche Mieterhöhungsstrategie.

Um die Miete zu erhöhen, haben Sie als Wohnungsvermieter 5 verschiedene Möglichkeiten. Für 2 davon sollten Sie schon bei Mietvertragsabschluss die Weichen stellen. 3 davon betreffen Mieterhöhungsmöglichkeiten während des Mietverhältnisses.

  1. Sie können schon bei Mietvertragsabschluss eine Staffelmiete oder
  2. eine Indexmiete vereinbaren.
  3. Sie können im laufenden Mietverhältnis einvernehmlich mit dem Mieter die Miete erhöhen oder
  4. sich auf Ihr gesetzliches Mieterhöhungsrecht berufen oder
  5. eine gesetzliche Modernisierungsmieterhöhung durchführen.

Jede einzelne dieser Mieterhöhungsmöglichkeiten hat so ihre Tücken. Und bei allen - bis auf die Modernisierungsmieterhöhung - muss der Mieter mitspielen! Ohne seine Unterschrift bzw. Zustimmung geht sonst gar nichts.

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Foto: Heidi Schnurr / Bildschön, Laila Weber
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Es schreibt für Sie

Heidi Schnurr arbeitet als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Mietrecht für Vermieter. Ihre Praxis-Tipps speziell für Vermieter finden sich in zahlreichen Fachpublikationen, Loseblattwerken, Büchern und ...
Heidi Schnurr
Davon träumt jeder Vermieter: Die Miete erhöht sich fast quasi wie im Schlaf. Geht das? Ja! Mit einer Staffelmiete. Bevor Sie allerdings schnell, mühelos und quasi über Nacht zu mehr Miete kommen, müssen Sie ein paar Spielregeln beachten.   Eine davon lautet: Halten Sie bitte unbedingt die Jahresfrist zwischen den einzelnen Mietstaffeln ein, sonst waren alle Verhandlungen umsonst!
Sie ist gerecht und - wenn man erst einmal weiß, wie es geht - sehr leicht zu berechnen. Die Rede ist von der wenig bekannten Indexmiete. Von allen Mieterhöhungsmöglichkeiten lässt sich dem Mieter am leichtesten "verkaufen": Mit dieser koppeln Sie die künftige Miethöhe an die Entwicklung des allgemeinen Verbraucherpreisindices.    Den Index berechnet das Statistische Bundesamt - also eine neutrale Stelle - jeden Monat neu.
Wenn Sie weder eine Staffel- noch eine Indexmiete in Ihrem Wohnungsmietvertrag vereinbart haben, müssen Sie sich dennoch nicht bis zum Mietvertragsende mit Ihrer einmal vereinbarten Miete zufriedengeben. Dafür sorgt das gesetzliche Mieterhöhungsrecht in § 558 ff. BGB. Allerdings: Bevor Sie mehr Miete bekommen, hat der Gesetzgeber ein paar Hürden für Sie aufgestellt. 
Es besteht jederzeit während eines laufenden Mietverhältnisses die Möglichkeit, die Miete einvernehmlich nach § 557 Abs. 1 BGB zu erhöhen. Das geht so: Sie schicken Ihrem Mieter ein Schreiben mit Ihrer Wunschmiete. Empfehlenswert, aber kein Muss, ist eine kurze Begründung.
Wer sein Haus modernisieren will oder sogar muss, hat schon allein mit der Organisation viel am Hut: Angebote einholen, Handwerker organisieren und die Mieter informieren. Wer deswegen am Ende noch die Miete erhöhen will, darf nicht vergessen, die Modernisierung auch noch korrekt anzukündigen und hinterher noch ein fehlerfreies Erhöhungsschreiben loszuschicken. Ja, das ist kompliziert und zeitaufwendig. Doch nun die gute Nachricht: Es geht auch einfacher! Mit einer Modernisierungsvereinbarung. 
Wer investiert, der muss auch schauen, dass unterm Strich die Rendite stimmt. Modernisieren Sie Ihr Mietshaus, ist das ein gesetzlich anerkannter Mieterhöhungsgrund. Vorausgesetzt, Sie stellen schon von Anfang an die Weichen richtig!

 meineimmobilie.de-Tipp

Viele Weg führen nach Rom - und bei einer Mieterhöhung ist es genauso!

 

Welche für Sie die Geeignete ist, hängt davon ab, ob Sie z.B. modernisieren oder wie "verhandlungsbereit" Ihr Mieter ist, denn bei manchen Mieterhöhungen muss er leider "mitspielen".