Montag, 17.12.2012 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Trinkwasser-Verordnung: sichere Leitungen und Armaturen

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Änderungen der Trinkwasser-Verordnung zum 13. Dezember 2012
  • Trinkwasser-Verordnung stellt verbindliche Regeln auf für Materialien und Werkstoffe für die Trinkwasser-Installation

Erstmals führt die Trinkwasser-Verordnung verbindliche Regeln für Materialien und Werkstoffe ein, die in Kontakt mit Trinkwasser kommen. Denn falsche Materialien können unerwünschte Stoffe in das Trinkwasser abgeben.

Das Trinkwasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz kommt in der Regel überall in Deutschland mit sehr guter Qualität an. Dennoch gibt es auch Fälle von Verunreinigungen im Trinkwasser, welche aber häufig auf die Trinkwasser-Installationen im Gebäude zurückzuführen sind. Die neue Trinkwasser-Verordnung verabschiedet nun dieses Risiko und stellt erstmals verbindliche Regeln für Materialien und Werkstoffe auf, die in Kontakt mit Trinkwasser kommen. Die hygienischen Anforderungen entwickelt das Umweltbundesamt (UBA).

Trinkwasser-Verordnung stellt Regeln auf

Fehler bei der Planung, dem Einbau oder der Materialwahl der Trinkwasser-Installation können zur Vermehrung von Krankheitserregern wie Legionellen führen. Dies passiert häufig dann, wenn das Trinkwasser zu lange im Leitungssystem stagniert. Durch die Änderung der Trinkwasser-Verordnung wird das Umweltbundesamt nun zur Bewertung der hygienischen Eignung von Werkstoffen und Materialien verbindliche Anforderungen festlegen. Diese werden die bisher unverbindlichen Leitlinien nach und nach ersetzen. Spätestens zwei Jahre nach Veröffentlichung der Bewertungsgrundlagen müssen Hersteller ihre Produkte so umgestellt haben, dass sie diesen Anforderungen genügen. Immobilieneigentümer sollten deshalb bereits jetzt beim Bauen und Instandsetzen von Trinkwasser-Installationen darauf achten, dass der Installateur nur Produkte aus geprüften Werkstoffen und Materialien einbaut, sonst wird es später schwer, die UBA-Anforderungen einzuhalten.

Kommentare (2)

17.12.2013, 18:02 Uhr von Kinu01 Profil ansehen
Guten Tag, ich habe eine Frage bezüglich der Trinkwasserverordnung! Ich bin Hauseigentümer und habe einen Versorgungsbrunnen den ich ausschließlich privat nutze. Nun möchte das Gesundheitsamt jährlich eine Untersuchung auf Legionellen etc. haben. Bin ich als Privatperson dazu verpflichtet diese jährlich zu leisten?? Wie gesagt...ist ein privat Brunnen und ich weiss wie ich dieses Wasser handhaben muss! Ich hoffe mir kann jemand helfen... Schonmal vielen dank!
20.12.2012, 17:56 Uhr von HBO-Frey Profil ansehen
Und welche Werkstoffe und Materialien sind das nun konkret, die eingebaut werden dürfen??? So ist der Artikel wenig hilfreich!
Das Bundesgesundheitsministerium will private Vermieter von einer Reihe bürokratischer Pflichten im Zuge der Legionellenprüfung von Trinkwasseranlagen entlasten. Demnach hätten Vermieter dann bis Ende 2013 Zeit, ihre Anlagen prüfen zu lassen.
Nach der aktuellen Trinkwasserverordnung müssen Vermieter erst bis zum 31.12.2013 das Trinkwasser ihrer Immobilie kontrollieren lassen. Diese lang ersehnte Gesetzesänderung wurde am 13.12.2012 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Das sind gute Nachrichten für Vermieter.
Topstory: Die sehr gefährlichen Legionellen werden durch das Sprühwasser etwa einer Dusche auf den Menschen übertragen. Damit sie nicht gefährlich werden, müssen Vermieter seit dem 1. November 2011 das Wasser eventuell überprüfen lassen. Das schreibt die neue Trinkwasserverordnung vor.

 meineimmobilie.de-Tipp

Als Vermieter sind Sie dazu verpflichtet, die zentrale Anlage für Warmwasserbereitung ein Mal im Jahr auf Legionellen untersuchen zu lassen. Die Kosten für die Untersuchung sind auf die Mieter umlegbar. Die Prüfpflicht für das Trinkwasser wurde bis zum 31.12.2013 verlängert.