Donnerstag, 02.12.2010 | Autor: mb

Hohe Schäden durch Mietnomaden

News: Eine neue Studie legt nahe, dass wahrscheinlich mehr Vermieter Opfer von Mietnomaden geworden sind, als bisher angenommen. Der Eigentümerverband fordert jetzt Konsequenzen vom Gesetzgeber.

Die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund Deutschland setzt sich für eine Verschärfung der Gesetze gegenüber Mietnomaden ein. Hintergrund für die Forderung des Verbandes ist eine neue Studie der Universität Bielefeld. Sie wurde im Auftrag des Bundesbau- und des Bundesjustizministeriums erstellt und kommt zu dem Ergebnis, dass es wohl mehr Fälle von Mietnomadentum gibt als bisher angenommen. An der Studie hatten sich 1000 private Vermieter beteiligt. 400 von ihnen seien nach den Maßstäben der Gutachter Opfer von Mietnomaden geworden, heißt es in einer Pressemitteilung von Haus & Grund.

Kürzere Verfahrensdauer bei Mietnomaden-Fällen gefordert

"Nun hat es die Regierung schwarz auf weiß: Mietnomaden richten bei vielen privaten Vermietern zum Teil existenzbedrohende Schäden an", kommentierte Rolf Kornemann, Präsident des Eigentümerverbands, die Erkenntnisse der Studie. "Dieses Ergebnis übertrifft unsere schlimmsten Befürchtungen." Der Mietbetrug habe mittlerweile offensichtlich Dimensionen angenommen, die der Gesetzgeber nun nicht länger ignorieren könne, so Kornemann. Haus & Grund fordert eine kürzere Verfahrensdauer in Fällen von Mietnomadentum.

Kommentare (6)

16.12.2010, 14:07 Uhr von vbfuchs@web.de Profil ansehen
Also manche sind weit, weit weg von der Realität hier. Ich prüfe vorher genau, mit Selbstauskunft, Lohnzetteln und alles was möglich ist und trotzdem holt man sich hin un wieder solche Schmarot.... in sein Haus. Die meisten schätzen gar nicht was für Werte am Haus oder im Haus stecken und da helfen wohl gerade bei solchen Leuten freundschaftliche Gespräche, ich glaub mir wird schlecht! Hab zu viel Erfahrungen machen müssen und wenn man einfach zu "gut" ist wird man noch mehr ausgenutzt als Vermieter! An den Pranger, ins Internet müssen solche Namen auf eine bestimmte Liste! und FERTIG!
16.12.2010, 10:35 Uhr von Gilhorn Profil ansehen
Viele Vermieter holen sich Mietnomaden durch eigenes Verschulden ins Haus. Vor Abschluss des Mietvertrages wird kein Einkommensnachweis und keine Schufa-Auskunft verlangt. Vermietet man an Hartz4-Bezieher, so sollte man darauf bestehen, dass die Miete in voller Höhe direkt vom Amt an den Vermieter gezahlt wird. Dann steht es jedem Vermieter frei, nur mit solchen Mietern einen Mietvertrag abzuschließen, die vor Abschluß des Mietvertrages die Kaution gezahlt haben.
15.12.2010, 23:20 Uhr von Julanic Profil ansehen
Hallo, Ich bin zur zeit noch am Renovieren einer meiner Mietwohnungen. Seit Juni Mietausfall, im September endlich zugang zur Wohnung selbst verschafft, allen Müll und Sachen die der Mieter einfach nicht mehr abholen wollte entsorgt. Laminad komplett erneuert da aufgeblüht, Bad musste ich komplett neu machen. Der Mieter geistert heute noch in NRW rum. Hände gehoben. Ich bin der Meinung sowas müsste man mit Namen irgendwie im Internet zugänglich machen! 3Monate habe ich gebettelt er solle doch die Wohnunsschlüssel abgeben und seine Restlichen Sachen abhlolen. Das reicht doch wohl.

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