Montag, 22.09.2014 | Autor: Heidi Hecht , Foto: © bill_17 - Fotolia.com

Herbstbeginn: Wenn nasses Laub zum Ausrutscher wird

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Worum geht´s
  • Vorsicht mit Laub auf Gehwegen
  • Eigentümer haften im Schadensfall

Rot, gelb oder orange – das Laub der Bäume beginnt sich zu färben, denn der Herbst naht. Doch so schön das Laub an den Bäumen wirkt, kann es in Kombination mit Regen schnell zur rutschigen Gefahr für Fußgänger werden. Und für nicht richtig versicherte Immobilienbesitzer zur teuren Haftungsfalle.   

So schön der Herbst auch ist: Für Hauseigentümer kann Laub auf Gehwegen vor sowie auf dem eigenen Grundstück schnell zur Haftungsfalle werden, wenn ein Fußgänger auf rutschigem Laub ausrutscht.

Deswegen empfiehlt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland Eigentümern in einer aktuellen Pressemitteilung, in den nächsten Wochen besonders auf die Verkehrssicherungspflicht zu achten.  

Das Laubfegen können Sie auf einen Dritten übertragen

Herabfallendes Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum beseitigt in der Regel die örtliche Straßenreinigung. Die Eigentümer müssten dieses Laub lediglich zu einem Haufen zusammenfegen, so dass Straßenrinnen und Gullys nicht verstopft werden.

Laub, das von eigenen Bäumen auf den öffentlichen Gehweg fällt, muss dagegen auf dem eigenen Grundstück entsorgt werden.

Kontrollpflichten bleiben dennoch beim Eigentümer

Immobilienbesitzer können das Laubfegen auch an Dritte übertragen. Allerdings sind Sie dabei nicht automatisch alle Pflichten los. Sie müssen in diesem Fall den Beauftragten überwachen. Dies ist unabhängig davon, ob das Ihr Hausmeister oder eine Firma macht.

Ausrutscher: Welche Versicherung zahlt

Passiert der Sturz vor Ihrer selbst genutzten Immobilie, werden solche Schäden meist über Ihre Privat-Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Bei Mietobjekten ist dagegen Ihre Haus- und Grundstückseigentümer-Haftpflicht zuständig.

 

 

 

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 meineimmobilie.de-Tipp

Von Ort zu Ort ist die Reinigungspflicht unterschiedlich geregelt. Wie genau es bei Ihnen ausschaut, lesen Sie in der Satzung bei Ihrer Gemeinde nach.