Freitag, 08.04.2011 | Autor: mb

Hausverwaltung ist Vertrauenssache

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News: Eine gute Hausverwaltung kann dem Vermieter eine Menge Arbeit abnehmen. Doch das Vertrauensverhältnis zwischen Eigentümer und Verwaltung muss stimmen. Vermieter sollten sich gut informieren, bevor sie sich für eine Firma entscheiden.

Eine oder mehrere Immobilien zu vermieten, ist mit viel Arbeit und Zeitaufwand verbunden. Der Vermieter muss sich um Mietverträge, Abrechnungen, Mahnungen, Beschwerden, Instandhaltungsarbeiten und vieles mehr kümmern. Diese Arbeit kann er abgeben, indem er eine Hausverwaltung beauftragt. "Vermietern, die sich eine dauerhaft stabile Rendite sichern wollen, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer verlässlichen Hausverwaltung. Diese nimmt dem Eigentümer lästige Verwaltungsaufgaben ab und sorgt für stetige Mieteinnahmen bei überschaubaren Kosten", sagt Robert Anzenberger, Vorstand des Immobilien- und Finanzierungsvermittlers PlanetHome in einer Pressemitteilung.

Mehrere Hausverwaltungen vergleichen

Doch eine gute Hausverwaltung zu finden, ist gar nicht so einfach. Sie tritt als Ansprechpartner für die Mieter auf und muss Entscheidungen im Sinne des Eigentümers treffen. "Hausverwaltung ist Vertrauenssache. Eigentümer sollten sich deshalb bei der Auswahl einer Hausverwaltung Zeit nehmen und die verschiedenen Anbieter sorgfältig prüfen, bevor Sie sich für einen entscheiden", empfiehlt Anzenberger. Firmen, die Hausverwaltungsdienste anbieten, lassen sich über Branchenverzeichnisse oder im Internet finden.

Auf Qualifikationen achten

PlanetHome empfiehlt, darauf zu achten, dass die Firmen auf Nachfrage ihre Qualifikationen nachweisen und Muster für Wirtschaftsplan, Abrechnung, und Protokolle zur Verfügung stellen. Auskünfte zum Stammkapital beziehungsweise zu dem Vermögen der Verwaltung sowie zur Höhe der Vermögensschadenshaftpflicht-Versicherung sollten ebenfalls bereitwillig erteilt werden.

"Bei Pauschalangeboten nach dem Motto '200 Euro pro Einheit' ist Vorsicht geboten", rät Anzenberger. "Auch hier gilt, günstig ist nicht gleich gut. Oft steckt bei niedrigen Pauschalhonoraren der Teufel im Detail und mit der Abrechnung von überteuerten Zusatzleistungen oder einfachen Tätigkeiten, wie Kopien zu horrenden Preisen, kommt das böse Erwachen." Gezielte Nachfragen der Hausverwaltung zur Immobilie zeugen von Sorgfalt. Sie sind notwendig, um den Verwaltungsaufwand präzise zu ermitteln.

Verwaltungsvertrag abschließen

Mit dem sogenannten Verwaltungsvertrag treffen Eigentümer und Hausverwaltung eine Vereinbarung über die zu erledigenden Aufgaben. Laut PlanetHome hat in der Regel jede Hausverwaltung ihre eigenen Vertragstexte. Künftige Vermieter sollten die Verträge vergleichen, prüfen und sich gegebenenfalls beraten lassen. Denn: Verträge der Hausverwaltungen sind nicht immer optimal für die Immobilienbesitzer. "Hellhörig sollte man werden, wenn sich im Vertrag Klauseln verstecken, die die Hausverwaltung an Reparaturarbeiten mitverdienen lassen", warnt Anzenberger. "Obacht auch bei unbestimmten Sonderleistungen."

Wichtig bei der Wahl einer geeigneten Immobilienverwaltung sei auch, dass die Firma in nicht zu großer Entfernung vom Objekt ansässig ist, damit bei Bedarf ein Mitarbeiter vor Ort nach dem Rechten sehen kann. Und: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: "Eigentümer die sich schließlich für einen Anbieter entschieden haben, sind gut beraten, die Arbeit der Hausverwaltung regelmäßig zu prüfen", sagt Anzenberger. "Die rechtlichen Grundlagen und Vorschriften ändern sich ständig, hier muss die Hausverwaltung reagieren, Mietverträge anpassen und Eigentümer über wichtige Veränderungen informieren."

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 meineimmobilie.de-Tipp


Die Kosten für die Hausverwaltung können Sie als Vermieter als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Verwalten Sie Ihre Immobilie selbst, können Sie Aufwand für Büromaterial, Fahrtkosten etc., nicht jedoch Ihre eigene Arbeitsleistung geltend machen.