Donnerstag, 16.01.2014 | Autor: Judith Engst , Foto: © fuxart - Fotolia.com

Neues Reisekostenrecht: Wie sich das auch für Vermieter lohnt

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Worum geht´s

• Reisekosten und Verpflegungskostenpauschalen
• Fahrten zur Immobilie
• Neuregelung ab 2014

 

Ihr Mietshaus oder Ihre Mietimmobilie ist an einem anderen Ort als an Ihrem Wohnort? Dann betrifft das seit 1.1.2014 geltende Reisekostenrecht auch Sie als Vermieter! Sie können ab sofort für Ihre Fahrten dorthin oft mehr absetzen als bisher.

Als Vermieter tun Sie gut daran, jede Fahrt fürs Finanzamt aufzuschreiben, die Sie im Zusammenhang mit Ihrer Vermietung zurücklegen. Vor allem also Fahrten zu Ihrer Mietimmobilie und wieder zurück.

Aber nicht nur die gefahrenen Kilometer sollten Sie dokumentieren, sondern auch Ihre Abwesenheitszeiten. Warum? Weil Sie dafür Verpflegungspauschalen geltend machen können. Also eine Entschädigung dafür, dass Sie Ihr Essen nicht wie gewohnt zuhause einnehmen können.

Setzen Sie jetzt 12 Euro (statt bisher 6) von der Steuer ab

Bisher galt: Bei einer Abwesenheit zwischen 8 und 14 Stunden konnten Sie lediglich 6 Euro als Verpflegungspauschale absetzen. Eine Abwesenheit von über 14 bis unter 24 Stunden brachten 12 Euro. Volle 24 Euro konnten Sie absetzen, wenn Sie einen gesamten Kalendertag (0:00 bis 24:00 Uhr) abwesend waren.

Seit Anfang 2014 sind die Verpflegungspauschalen nur noch 2-stufig. Das heißt: Sie können stets 12 Euro absetzen,

• wenn Sie mindestens 8, aber weniger als 24 Stunden abwesend sind und zudem
• am An- und Abreisetag, auch wenn Ihre Abwesenheit dann kürzer ausfällt.

Wann sich Fahrten zur Immobilie lohnen

Stellen Sie sich vor, Sie vermieten eine Wohnung in einer weiter entfernten Stadt. Sie fahren insgesamt fünf Mal pro Jahr übers Wochenende dorthin, um mit Ihren Mietern zu sprechen oder kleinere Instandsetzungsarbeiten durchzuführen.

Freitagabends fahren Sie los, sonntags kommt Sie im Laufe des Tages wieder zurück.

Das heißt: Zusätzlich zur Kilometerpauschale (0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer) können Sie jetzt am An- und Abreisetag je 12 Euro und samstags je 24 Euro von der Steuer absetzen.

240 Euro kommen auf diese Weise für Ihre fünf Fahrten zusammen. Die Steuerersparnis hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz ab und kann über 100 Euro betragen.
 

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Foto: Judith Engst / Redaktion meineimmobilie.de
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Judith Engst hat sich als Wirtschafts- und Finanzjournalistin auf die publizistische Beratung im Bereich Finanzen, Geldanlage, Recht und Steuern spezialisiert. Für sie sind Immobilien ein unentbehrlicher Baustein zur ...
Judith Engst
Fahrtkosten sollten Sie als Vermieter nicht vergessen: Ob für Reparaturen, fürs Rasenmähen, für ein Gespräch mit dem Mieter oder für das Ablesen von Strom- und Wasserzählern: Jede Fahrt zu Ihrem Mietobjekt können Sie von der Steuer absetzen. Es lohnt sich also, die Fahrten genau aufzulisten.  

Ihr Mietshaus oder Ihre Mietimmobilie ist an einem anderen Ort als an Ihrem Wohnort? Dann betrifft das seit 1.1.2014 geltende Reisekostenrecht auch Sie als Vermieter! Sie können ab sofort für Ihre Fahrten dorthin oft mehr absetzen als bisher.

 meineimmobilie.de-Tipp

Sie sehen: Es lohnt sich, die vermietungsbedingten Abwesenheitszeiten zu notieren. Das können Sie im Fahrtenbuch tun, indem Sie Datum, Abfahrts- und Ankunftszeit dokumentieren. Aber auch eine separate Auflistung akzeptiert das Finanzamt, vorausgesetzt, sie erscheint plausibel.


Dass schon dieser geringe Aufwand Ihre Steuerlast erheblich mindern kann, zeigt Ihnen das Rechenbeispiel.