Mietminderungsrecht

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Zugegeben: Beim Hochwasser denkt nicht jeder gleich an Mietminderung oder Vorbehaltszahlungen. Zunächst jedenfalls.   Dennoch: Ist der erste Schock erst einmal überwunden bzw. stellt sich die Wohnung als unbewohnbar heraus oder ist der Hausrat komplett weggeschwemmt und auch das Konto leer, will der eine oder andere Mieter eine Teil seiner Miete vom Vermieter zurück.   Wie es um die Mieter- und Vermieterrechte bestellt ist, hat jetzt der Deutsche Mieterbund in einer Pressemeldung klargestellt.

Da fackelt Ihr Mieter fast wegen eines vergessenen Kochtopfes das ganze Haus ab und am Ende soll Ihre Wohngebäudeversicherung den Brandschaden auch noch zahlen! Kann das sein? Der Bundesgerichtshof  beantwortete diese Frage mit einem: "Ja!". Allerdings nur, wenn eine kleine Voraussetzung gegeben ist.  

Insgeheim haben Sie sich schon gewundert, warum Sie heute niemand anruft. Erst als Ihr Mieter von oben vor Ihrer Tür steht und sich über sein nicht funktionierendes Telefon samt Internet beschwert, greifen auch Sie zum Hörer. Tatsächlich: Die Telefonleitung samt W-Lan ist tot! Ihr Mieter droht Ihnen gleich mit einer Mietminderung. „Wegen so einer Lappalie?“, denken Sie sich. „Geht das überhaupt?“. 

Starkregen und das damit verbundene Hochwasser haben viele Häuser, Wohnungen und Keller beschädigt.  Nach dem Schock kommen nun die Einbußen und Sorgen um die zerstörte oder durchnässte Wohnung oder Haus. Die treffen nicht nur den Mieter, sondern auch viele Vermieter.  In der Not heißt es zusammenhalten! Reparieren, mindern, kündigen: Welche Rechte Mieter und Vermieter in dieser Notsituation haben. 

Ihr Mieter muss Ihnen nach § 536 c Abs. 1 Satz 1 BGB einen Mangel anzeigen. Unterlässt er dies, darf er Ihnen weder die Miete mindern noch ...