Donnerstag, 24.06.2010 | Autor: mb

Materialwahl für den Massivbau

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News: Stein oder Ziegel - beim Massivbau ist die richtige Wahl des Baumaterials ausschlaggebend. Je nachdem, ob der Bauherr eher auf Wärmedämmung oder auf Schallschutz Wert legt. Wer sein Haus nach Fertigstellung vermieten will, sollte einen Kompromiss finden.

Materialien für den Massivbau gibt es mit unterschiedlichen Eigenschaften. Während das eine eher für eine gute Dämmung sorgt, verringert das andere den Schall und die Brandgefahr. Bauherren sollten gut abwägen zwischen den Materialien, rät der TÜV SÜD in einer Pressemitteilung.

Wärmedämmung contra Schall- und Brandschutz

Laut TÜV eignet sich Ziegel besonders als Baustoff für eine gute Wärmedämmung des Hauses, bietet jedoch einen schlechteren Schallschutz. Es gebe aber auch Spezialausführungen, die diesen Nachteil ausgleichen. Diese Variante wäre vor allem für künftige Vermieter interessant. Denn aufgrund der Energiesparvorschriften sollten Mietshäuser möglichst gut gedämmt sein. Gleichzeitig dürfen vermietete Mehrfamilienhäuser und Wohnungen auch nicht zu viel Schall durchlassen.

Baumaterialien mit unterschiedlichen Eigenschaften

Ytong oder Porit, sogenannte Porenbetonsteine dämmen nach Angaben des TÜV sogar besser als Ziegel, sie haben allerdings ebenfalls Schwächen beim Schallschutz. Separate Wärmedämmung ist notwendig, wenn ein Bauherr mit Kalksandsteinen arbeitet. Die besondere Stärke dieses Materials ist der Schall- und Brandschutz. Für den Massivbau gibt es heute auch innovative Systeme, zum Beispiel aus Blähton. Das Prinzip: Ein wärmedämmender Kern ist von einer harten Schale ummantelt. Die Steine können direkt verputzt werden und sind sehr robust - auch gegen Hagelschlag oder Spechtlöcher. Ein Vorteil im Vergleich zu Wärmedämmverbundsystemen (WDVS).

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