Dienstag, 16.05.2006 | Autor: Haufe

Urteil vom BGH, Aktenzeichen XI ZR 6/04

XI ZR 6/04

Ansprüche des Darlehensgebers bei Widerruf eines Realkreditvertrags

Schadensersatz wegen unterbliebener Widerrufserklärung

Widerlegliche Vermutung arglistiger Täuschung

Der XI. Zivilsenat des BGH hat auf die mündliche Verhandlung vom 16.5.2006 durch den VorsRi Nobbe, den Ri Dr. Joeres, die Ri Mayen und die Ri Dr. Ellenberger und Prof. Dr. Schmitt

für Recht erkannt:

Auf die Revision der Kläger wird das Urteil des 5. Zivilsenats des OLG Hamm vom 1.12.2003 insoweit aufgehoben, als die Vollstreckungsgegenklage der Kläger abgewiesen wurde.

Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Von Rechts wegen



a) Auch angesichts der Urteile des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften vom 25.10.2005 (EuGH, Urt. v. 25.10.2005 - Rs. C-350/03 - Schulte, MDR 2006, 278 = WM 2005, 2079 ff.; Urt. v. 25.10.2005 - Rs. C-229/04 - Crailsheimer Volksbank, WM 2005, 2086 ff.) verbleibt es dabei, dass der Darlehensgeber im Fall des wirksamen Widerrufs (§ 1 Abs. 1 HWiG) eines Realkreditvertrages gem. § 3 Abs. 1 HWiG Anspruch auf Erstattung des ausgezahlten Nettokreditbetrages sowie auf dessen marktübliche Verzinsung hat (Fortsetzung von BGH v. 12.11.2002 - XI ZR 47/01, BGHZ 152, 331 = MDR 2003, 224 = BGHReport 2003, 186 m. Anm. Kemper).

b) Der im Anschluss an die Urteile des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften vom 25.10.2005 (EuGH, Urt. v. 25.10.2005 - Rs. C-350/03 - Schulte, MDR 2006, 278 = WM 2005, 2079 ff.; Urt. v. 25.10.2005 - Rs. C-229/04 - Crailsheimer Volksbank, WM 2005, 2086 ff.) in Rechtsprechung und Literatur erwogene Schadensersatzanspruch des Verbrauchers wegen unterbliebener Wide

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