Dienstag, 17.05.2011 | Autor: Heidi Schnurr

"Guten Morgen, ich hätte da ein paar Fragen..."

Letzte Woche hat mir Herr Diehl eine nette Mail geschickt. Herr Diehl ist "Erhebungsbeauftragter bei Zensus". So heißen die Leute, die mit den Haushaltsfragebögen in der Tasche von Haus zu Haus ziehen, offiziell.

 

Es ging um die Angaben bei der Religionszugehörigkeit im Fragebogen. Die Mail hat mich neugierig gemacht auf Herrn Diehl und seine neue Arbeit als Erhebungsbeauftragter. Ich habe ihn sofort angerufen, weil mich brennend interessiert hat, wie es ihm so bei seinem neuen Job ergeht und ob er überall mit offenen Armen empfangen wird.

 

"Frau Schnurr, Sie werden es kaum glauben: ich erlebe nur positive Überraschungen!" erzählte er mir freudig. Am Ende der Befragung würden die Leute ihn meistens fragen: "Was, das wars schon?"

 

Ich wollte noch wissen, wie viele Haushalte er auf seiner Liste hat. "Nur ein einziges Haus - aber das hat 12 Stockwerke und 147 Personen!". Wow, da war ich ganz schön beeindruckt.

 

"Und die sind immer alle zuhause, wenn Sie kommen?" fragte ich weiter. Herr Diehl erzählte mir dann, dass er den Leuten vorher ein Ankündigungsschreiben in den Briefkasten wirft. Darin steht: "Ich komme in den nächsten 3 Tagen zwischen 18 und 19 Uhr".

 

Trotzdem konnte ich es kaum glauben, dass sich alle Leute an den vereinbarten Termin halten - wenn ich da an die Probleme beim Heizkostenablesen denke...

 

... "wenn die Leute nicht können, rufen sie mich an und dann vereinbaren wir einen anderen Termin. Notfalls auch schon vor 8 Uhr morgens!".

 

Urplötzlich klang der so freundlich und positiv wirkende Herr Diehl zum ersten Mal etwas weniger gut gelaunt als er noch etwas leiser hinzufügte: "Dann muss ich halt etwas früher aufstehen!" Aha, da hätten wir's also: Zensusbeauftragte sind nicht unbedingt Frühaufsteher!

 

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit dem Zensus gemacht? Schon Besuch bekommen? Schon den Fragebogen zu Haus und Hof brav ausgefüllt? In diesem neuen Blog ist viel Platz für Ihre guten und schlechten Erfahrungen rund um den Zensus.

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