Montag, 08.02.2016 | Autor: Heidi Hecht , Foto: © Reicher - Fotolia.com

Gebäudeversicherung: Warum sie ein absolutes Muss für jeden Eigentümer ist

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Worum geht´s
  • Wohneigentum richtig versichern

Vielleicht haben Sie sich auch schon mal überlegt, dass Sie viel zu viele Versicherungen haben und mindestens ein davon sparen wollen. Die Gebäudeversicherung wäre dabei die schlechteste Lösung, denn die könnte sie schlimmstenfalls in den finanziellen Ruin treiben.

 

Gerade jetzt, wo Minusgrade Wasserrohre zum platzen bringen, Stürme Dächer abheben oder Hochwasser die Immobilie unter Wasser setzen kann, ist es ratsam, ausreichend versichert zu sein.

Wohngebäudeversicherungen sind wichtig, denn die schützen Immobilienbesitzer im Schadensfall vor dem finanziellen Ruin.

Häufig stellt sich erst im Schadensfall heraus, dass die Immobilie nicht ausreichend versichert ist. Das bestätigt ein stichprobenartiger Check von Versicherungen des Verbands Wohneigentum.

So schützen Sie Ihr Haus vor einer Untersicherung

Bei der Aktion „Überprüfung der Gebäudeversicherung“ testete der Verband Wohneigentum stichprobenartig seine Mitglieder in Hessen nach dem Versicherungsschutz ihrer Immobilie.

Das Ergebnis: Häufig waren die Gebäude unterversichert und Schäden durch Leitungswasser oder Sturm waren nicht abgesichert.

Versicherungsbausteine gegen Schäden durch Elementargefahren wie Hochwasser oder Schneedruck fehlten oft im Versicherungsvertrag. Die müssen meist unter Aufpreis extra mitversichert werden. Besser Sie schauen nochmals in Ihren Versicherungsvertrag, ob daran gedacht wurde.

Immobilie versichern: Teure Versicherungslücken

Unterversicherung bedeutet, dass im Schadensfall nur eine anteilige Schadenregulierung erfolgt“, resümiert Heinz-Jürgen Quooß. Wenn zum Beispiel Hauserweiterungen oder Modernisierungen den Wert des Gebäudes erhöhen, sollte die Gebäudeversicherung unbedingt angepasst werden.

Wechselt die Immobilie den Eigentümer, gilt: Bei Hauskäufen oder bei Hausüberschreibungen gehen die bestehenden Gebäudeversicherungen automatisch auf den neuen Eigentümer über, sofern nicht gekündigt wird.

Wichtige Versicherungen für Hausbesitzer: Die Wohngebäudeversicherung

Unverzichtbar ist eine Wohngebäudeversicherung. Sie zahlt Schäden, die durch Brände, Leitungswasser und Sturm entstehen.

Die Stiftung Warentest empfiehlt, die Wohngebäudeversicherung als „gleitende Neuwertversicherung“ abzuschließen. Damit bezahlen Versicherer sogar den Wiederaufbau eines total zerstörten Gebäudes zu aktuellen Baupreisen.

Sie brauchen eine Grundstückshaftpflichtversicherung

Außerdem wichtig: die Grundstückshaftpflichtversicherung. Denn als Grundstücksbesitzer haftet man für Gefahren, die vom Grundstück und von angrenzenden Gehwegen und Zufahrten ausgehen. Ratsam ist es auch, die Immobilie vor zusätzlichen Schäden durch Elementargefahren wie Hochwasser abzusichern.

In Gebieten mit hohen Risiken haben Hausbesitzer jedoch zunehmend Schwierigkeiten, diese zu versichern.

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Eigentümer sollten gründlich kontrollieren, ob ihre Immobilie ausreichend versichert ist. Denn: Wenn es zu einem Schaden kommt, können Versicherungslücken sie an den Rand des wirtschaftlichen Ruins bringen.