Donnerstag, 26.05.2011 | Autor: mb, Foto: © bluedesign - Fotolia.com

Privater Immobilienverkauf oft unter Wert

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News: Private Eigentümer verkaufen eher selten Immobilien. Diese Unerfahrenheit kann jedoch dazu führen, dass die Zielgruppe nicht auf Inserate reagiert, das Objekt weit unter Wert verkauft wird oder etwa der Kaufvertrag rechtlich undicht ist.

Mit dem Immobilienverkauf tun sich private Eigentümer nach Ansicht des Immobiliendienstleisters PlanetHome häufig schwer. Aus Unwissenheit verkaufen sie ihre Immobilien oft unter dem tatsächlichen Marktwert. "Privatverkäufern fehlt meist der Marktüberblick. Hinzu kommen Fehler in den Verkaufsunterlagen, bei der Präsentation der Objekte und Mängel in den Kaufverträgen", erklärt Robert Anzenberger von Planet Home in einer Pressemitteilung.

Privatverkäufer scheuen meist Maklerkosten

Private Verkäufer verzichten meist aus Kostengründen auf einen Makler, könnten aber laut Planet Home mit Hilfe eines seriösen Verkaufsexperten häufiger deutlich höhere Preise für ihre Immobilie erzielen. "Der Schlüssel ist ein durchdachter Verkaufsprozess", sagt Anzenberger.

Doch da private Eigentümer selten eine Immobilie verkaufen, fehlt ihnen die nötige Erfahrung. Anzenberger rät, die Zielgruppe genau zu bestimmen. "So lassen sich Streuverluste vermeiden und die Immobilie wird nur den Interessenten präsentiert, die tatsächlich als potenzielle Käufer infrage kommen."

Wichtig für den Immobilienverkauf seien vollständige und detaillierte Verkaufsunterlagen, mithilfe derer sich potenzielle Käufer ein umfassendes Bild der Immobilie machen können.

"Auf diese Weise kommt es nur zu Besichtigungen, wenn seitens der Käufer ein ernsthaftes Interesse besteht. Das spart allen Seiten Geld. Zielgerichtete Vermarktung statt Besichtigungstourismus lautet die Devise", sagt Anzenberger.

Wie Sie den Preis richtig bestimmen

Eine weitere Schwierigkeit für Privatverkäufer ist der Preis für die Immobilie. Laut Planet Home setzen sie ihn häufig zu hoch oder zu niedrig an.

Und auch die eigentliche Kaufabwicklung sollte nicht unterschätzt werden. So muss etwa der Kaufvertrag rechtlich abgesichert sein, um den Verkäufer vor späteren Problemen zu schützen.

Kommentare (1)

8.6.2011, 19:14 Uhr von gheckel Profil ansehen
Die Erfahrung mit Makler: tolle Autos, Designerklamotten Handy am Ohr 5 Minuten zu spät zum Termin, bei den Makler-Frauen: Keine Erfahrung trotzdem hochmotiviert, können keine Kunden aussortieren, keine Verkaufserfahrung. Wir haben bei unseren Objekten den Maklern immer 1bis 2 Monate Vorlauf gegeben. Es kam nie zum Abschluss. Wenn wir dann aktiv wurden wurde innerhalb einer Woche ein die vermietung ferst gemacht. Gruß Heckel
News: Der Hausverkauf ist mit einer Bewerbungssituation vergleichbar: Wer den Kaufinteressenten will, muss Eindruck machen. Ein gutes Exposé ist dabei Pflicht - Fehler oder ungenaue Angaben mindern die Verkaufschancen.
Früher war alles viel besser - und einfacher! Diesen Ausspruch haben Sie sicherlich auch schon oft genug gehört. Geht es um eine schlichte Vermietungs- und Verkaufsanzeige, stimmt das neuerdings sogar. Der Grund: Die neue Energieeinsparverordnung 2014, die am 1.5.2014 in Kraft tritt, schreibt vor, dass Sie künftig unbedingt den Energieausweis in Ihrer Anzeige erwähnen müssen.
Sie kaufen ein Haus. Beim ersten Regen tropft es durchs Dach und beim ersten Wind zieht es wie Hechtsuppe durch die Dachgeschosswohnung. Na toll! Was jetzt? Erst mal schauen, was der Kaufvertrag sagt. Bei privaten Hauskaufverträgen wird normalerweise die Gewährleistung des Verkäufers für Mängel ausgeschlossen. Der Verkäufer haftet in der Regel dann nur noch bei arglistiger Täuschung des Käufers. Doch nicht alle Kaufverträge sehen das so eng: In manchen wird durch eine vertragliche Vereinbarung sogar die Haftung des Verkäufers erweitert.