Dienstag, 06.05.2008 | Autor: heihec

Neue Normalherstellungskosten stehen nun fest

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News: Das Forschungsprojekt "Aktuelle Gebäudesachwerte in der Verkehrswertermittlung" ist zum Abschluss gekommen. Das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI) macht nun Vorschläge für die Normalherstellungskosten, die eine wichtige Grundlage bei der Wertermittlung von Immobilien sind.

Die Entwicklung von Vorschlägen für die Überarbeitung des Tabellenwerkes "Normalherstellungskosten 2000" (NHK), sowie weitere für die Sachwertermittlung notwendige Daten war das Ziel des Forschungsprojekts "Aktuelle Gebäudesachwerte in der Verkehrswertermittlung" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Das Forschungsprojekt wurde fachlich von einem Expertenkreis begleitet, der sich aus Vertretern des Bundesministeriums der Finanzen, des Deutschen Städtetages, von Sachverständigenverbänden und von mit der Grundstückswertermittlung befassten Verbänden der Kredit- und Versicherungswirtschaft zusammensetzte. Nun stehen die Schwerpunkte des Endberichts fest.

Überarbeitetes Tabellenwerk der Normalherstellungskosten

Der Gebäudekatalog wurde in Anlehnung an die Erfordernisse aus der Praxis teilweise ergänzt. Eine wichtige Neuerung ist die Unterteilung der Werte der einzelnen Gebäudearten in die Kostengruppen 300 (Baukonstruktion) und 400 (technische Anlagen).

Damit soll ermöglicht werden, dass die Ermittlung des Ausgangswerts besser an die individuellen Gegebenheiten des Bewertungsobjekts angepasst werden kann, indem entsprechend der vorgefundenen Ausgangslage des Objekts eine getrennte Einordnung in die Kostengruppen 300 und 400 beispielsweise in unterschiedlichen Standards erfolgen kann.

Darüber hinaus sind weitere wichtige wertrelevante Daten, wie die Angabe des Verhältnisses Wohnfläche zur Brutto-Grundfläche (BGF), zu den einzelnen Gebäudearten angegeben. Ergänzt wird das Tabellenwerk der Normalherstellungskosten durch weitere Tabellen (Anlagen 3, 4), die Hilfestellung für die Standardeinordnung geben sollen.

Neues Modell zur Alterswertminderung für Wohngebäude

Auch ein neues Modell zur Alterswertminderung von Wohngebäuden hat die BKI ermittelt. Bei der Alterswertminderung wird vom tatsächlichen Alter des Gebäudes ausgegangen. Die Restwerte werden dabei in Abhängigkeit von der Gesamtnutzungsdauer und dem Gebäudezustand angegeben. Für Gebäude, die älter als 100 Jahre sind, wurde eine gesonderte Tabelle (Anlage 7) entwickelt.

Schadenswertminderungstabelle für Wohngebäude

Bei der Schadenswertminderungstabelle für Wohngebäude (Anlage 6) werden die durchschnittlichen Kostenanteile der erneuerbaren Bauteile an den Gesamtkosten in Abhängigkeit vom Ausstattungsstandard dargestellt.

Die auf diesem Weg überschlägig ermittelten Kosten müssten jedoch noch dahingehend überprüft werden, ob am Grundstücksmarkt eine entsprechende Wertminderung akzeptiert wird.

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