Montag, 13.07.2009 | Autor: Marc Popp/mb

Kosten für die Eigentumswohnung

Bei der Finanzierungsplanung einer Eigentumswohnung ist es wichtig, zu beachten, dass nicht nur der reine Kaufpreis fällig wird, sondern eine Reihe weiterer Ausgaben auf den Käufer zukommen.

Für die Vermittlung von Immobilien nehmen Makler im Bundesdurchschnitt drei bis fünf Prozent des Kaufpreises. Die Höhe der Maklercourtage kann sich oft individuell verhandeln lassen. Der Käufer sollte dabei die Marktsituation nutzen.

Gutacherkosten, Schätzgebühr

Auch Gutachterkosten oder Schätzgebühren muss der Käufer selbst tragen, beispielsweise wenn seine Bank den Beleihungswert der Immobilie prüft.

Notarkosten

Der Kauf einer Immobilie ist ohne Beteiligung eines Notars unmöglich. Er beurkundet den Kaufvertrag und die Auflassung, die Grundschulden sowie mögliche Abtretungen an Kreditinstitute und sorgt für die Eintragungen im Grundbuch. Das Honorar des Notars beträgt in der Regel ein Prozent des Kaufpreises. Grundlage der Abrechnung ist die Kostenordnung für Notare.

Grundbuchamt

Für Löschungen, Eintragungen und Besitzumschreibungen fordert das Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts Gebühren von rund 0,3 Prozent des Immobilienwerts. Jeder Neubau muss nach Fertigstellung für eine Eintragung in amtlichen Flurkarten vermessen werden. Die Gebühren trägt der Käufer.

Und schließlich wir noch die Grunderwerbsteuer fällig. Sie beträgt 3,5 Prozent des Kaufpreises und wird bei Verkauf nicht erstattet.

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Marc Popp ist Rechtsanwalt in Bonn und auf Immobilien- und Mietrecht spezialisiert.
Marc Popp

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