Dienstag, 21.04.2009 | Autor: mb

Kein genereller Inflationsschutz bei Immobilien

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News: Eine neue Langzeitstudie zeigt: Die Renditen von Wohnimmobilien lagen in den vergangenen Jahren fast durchgehend deutlich über der Inflationsrate. Von einem generellen Inflationsschutz für Immobilien kann jedoch nicht ausgegangen werden.

Die bayerische Wohnungsunternehmensgruppe GBW hat eine Langzeitstudie zur Inflation bei Immobilien in Auftrag gegeben. Demnach lagen die Renditen aktiv gemanagter Wohnimmobilienbestände in Deutschland seit 1995 mit Ausnahme von 1996/1997 dauerhaft über der Inflationsrate. Sie erreichten mit jährlich 5,8 Prozent einen deutlich höheren Wert als die Inflation mit jährlich im Schnitt 1,4 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die BulwienGesa AG, die die Studie im Auftrag der GBW Gruppe durchführte.

Untersucht wurden 125 Städte in Deutschland ab dem Jahr 1995. "Wohnimmobilien bieten jedoch keinen generellen Inflationsschutz", erklärt Dr. Udo Scheffel, Vorstandsvorsitzender der GBW Gruppe in einer Pressemitteilung. So entwickelte sich bezogen auf die reine Miet- und Preisentwicklung im Langfristvergleich seit 1975 nur der Wohnungssektor in Westdeutschland mit einem Plus von 141 Prozent besser als die Inflation (+ 130 Prozent).

Inflationsschutz hängt von Standort ab

Bei der Miet- und Preisentwicklung von Wohnimmobilien hänge der Inflationsschutz laut GBW insbesondere vom Standort ab. Die Mieten und Kaufpreise seien langfristig seit 1975 vor allem in Westdeutschland und hier insbesondere im Süden stärker als die Inflation gestiegen. "Ein Vergleich des Preisniveaus zeigt überdurchschnittliche Werte im Süden und Westen, aber unterdurchschnittliche Werte im Norden und Osten", sagt Scheffel.

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