Montag, 04.08.2008 | Autor: jansch

Immobilienkonjunktur-Index fällt auf Jahrestief

News: Das Immobilienklima liegt mit 90,8 Zählerpunkten zu Beginn der zweiten Jahreshälfte deutlich unter dem Schwellenwert. Die Immobilienkonjunktur erreicht mit 169,2 Punkten den niedrigsten Stand seit August 2005. Dies ermittelte der monatlich erhobene King Sturge Immobilienkonjunktur-Index in seiner Juli-Befragung.

Der King Sturge Immobilienkonjunktur-Index wird monatlich durch die Faktoren aktuelle Geschäftslage und Erwartungen bestimmt. Das Immobilienklima zeigt konjunkturelle Wendepunkte in der Immobilienwirtschaft auf. Die Immobilienkonjunktur, in die statistische makroökonomische Monatsdaten wie DAX und Basiszinsen einfließen, gibt Aussagen über den aktuellen Stand innerhalb der makroökonomischen Entwicklung.

"Neue Hiobsbotschaften im Zuge der Finanzkrise, der hohe Ölpreis und die Wirtschaftsflaute in den USA sowie in einigen europäischen Nachbarländern - all dies hat den Immobilienprofis im Juli die Stimmung verdorben", sagt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland.

Die Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft sind am Transaktionsmarkt deutlich zu spüren. Selbst der Wohnungsmarkt ist trotz der günstigsten Ausgangssituation nicht mehr sicher. Auch an den Vermietungsmärkten im Büro- und Einzelhandelssegment wird die Luft langsam dünner.

"Dennoch gibt es keinen Grund, Horrorszenarien an die Wand zu malen", sagte Hettrich. "Trotz pessimistischer Verstimmungen rechnen die Konjunkturforscher und Wirtschaftsverbände nicht damit, dass Deutschland in eine Rezession abrutschen könnte. Ein Abschwung ist noch lange kein Absturz."

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