Donnerstag, 08.01.2009 | Autor: heihec

Immobilienklima halbiert seinen Wert

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News: Laut des aktuellen King Sturge Immobilienkonjunktur-Indexes hat sich der Wert des Immobilienklimas in den vergangenen sechs Monaten halbiert. Zum siebten Mal in Folge sinkt das Immobilienklima auf nun 40,7 Zählerpunkte.

Die internationale Finanzkrise schlägt sich in der Immobilienbranche nieder. Dies zeigt der monatlich erhobene King Sturge Immobilienkonjunktur-Index. In der Dezember-Befragung sank das Immobilienklima von 48,2 Zählerpunkten nun auf nur 40,7 Punkte. Auch die auf harten ökonomischen Daten beruhende Immobilienkonjunktur erreicht einen neuen Negativrekord und sinkt im Dezember von 136,7 auf 126,9 Zählerpunkte.

"Transaktionsvorgänge wurden auf ein Minimum zurückgefahren und die Immobilienkonjunktur erreicht das Niveau der Jahre 2002/2003", erklärt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. "Es stellt sich die Frage, wie viel Luft wir noch nach unten haben."

Ursachen für den Tiefstand

War die Stimmung unter Immobilienakteuren im Juni 2008 mit einem Immobilienklima von etwa 101 Zählerpunkten noch positiv, so sank die Erwartungshaltung im Verlauf der zweiten Jahreshälfte kontinuierlich und erreicht im Dezember 2008 lediglich 40,7 Punkte. Das Ertragsklima erreicht im Dezember einen Kennwert von 48 Punkten und sank somit um zehn Prozent. Ursachen für das Stimmungstief sind die starke Abwärtsbewegung des Investmentklimas, das von rund 36 Zählerpunkten um knapp 18 Prozent auf 29 Zähler fällt. Die Bereitschaft zu Investitionen bestand im Dezember nicht.

"Das neue Jahr startet unter schwierigen Vorzeichen: Sämtliche Klimawerte befinden sich seit Monaten im Abwärtstrend", kommentiert Hettrich. "Die Krise wird zunächst eine Bereinigung der Preise sowie eine tief greifende Restrukturierung des Marktes zur Folge haben. Eigenkapitalstarke Investoren haben nun aber die Chance für interessante Investments. Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend", so Hettrich weiter.

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