Donnerstag, 06.11.2008 | Autor: jst, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Immobilienklima auf Niedrigststand

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
News: Durch die Finanzkrise kühlt auch das Immobilienklima spürbar ab. Laut King Sturge Immobilienkonjunktur-Index ist ein neuer Tiefststand erreicht.

So ermittelt der monatlich erhobene King Sturge Immobilienkonjunktur-Index in seiner Oktober-Befragung von 1.000 Marktteilnehmern den größten Verlust des Immobilienklimas seit Einführung des Index.

Das Immobilienklima liegt aktuell bei 55,4 Zählerpunkten und unterschreitet hiermit seinen Vormonatswert von 69,7 Punkten um 20,5 Prozent. Die Immobilienkonjunktur sinkt von 157,1 Zählerpunkten im September auf 150,7 Punkte und setzt somit ihren Abwärtstrend seit Anfang 2007 unvermindert fort.

"Hier hat sich eine Spirale nach unten in Gang gesetzt, die uns wahrscheinlich doch noch einige Zeit in Atem hält", sagt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. "Auch auf den Immobiliensektor wirkt sich das aus - allerdings bleibt nach dem Schließen einiger offener Fonds in Deutschland abzuwarten, was im Investmentbereich weiterhin passiert. Die Nutzerseite ist dagegen noch relativ intakt."

Zwar ist die deutsche Immobilienwirtschaft nicht so stark von der internationalen Finanzkrise betroffen wie andere Märkte oder Länder, dennoch ist die Stimmung unter Experten äußerst skeptisch.

Nach wie vor bewerten die Marktteilnehmer Wohnimmobilien im Vergleich zur Büro- und Einzelhandelsbranche als stabilstes Teilsegment. Dennoch trübt sich auch hier die Stimmung immer mehr ein. Im Gegensatz zur pessimistischen Einstellung fällt die auf statistischen Auswertungen von DAX, ifo, DIMAX und Zinsen beruhende Immobilien-konjunktur um moderate vier Prozent von 157,1 Zählerpunkten im Vormonat auf 150,7 Punkte im Oktober.

Trotz des von Verunsicherung geprägten Klimas sind die Märkte in Deutschland robust. "So erweisen sich Immobilien in den richtigen Lagen gerade in unsicheren Zeiten als solides Investment", so Hettrich.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch